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Gruselige Vorstellung: Bitte keine Drogen in die Toilette werfen: US-Polizei warnt vor Krokodilen im Crystal-Meth-Rausch

Wenn Dealer oder Abhängige aus Angst vor der Polizei ihre Drogenvorräte in die Kanalisation spülen, landen Spuren davon in den Flüssen der USA. Und in mehreren Staaten leben darin Krokodile, die von den Meth-Resten abhängig werden können.

Einem Krokodil wie diesem möchte man nicht begegnen, wenn es auf Drogen ist ...

Einem Krokodil wie diesem möchte man nicht begegnen, wenn es auf Drogen ist ...

Unsplash

Es ist eine schaurige Vorstellung: Alligatoren und Krokodile auf Drogenentzug. Aber die Gefahr ist real: Die Polizei in Loretto warnte am Wochenende über Facebook davor, Drogen in die Toilette zu werfen und darin runterzuspülen. Anlass war eine Festnahme. Die Polizei hatte die Wohnung eines Dealers gestürmt und ihn dabei erwischt, wie er Drogen über die Kanalisation entsorgen wollte. Die Beamten stellten unter anderem Crystal Meth sicher. Daraufhin posteten sie auf Facebook: "Leute, bitte spült eure Drogen nicht im Klo herunter."

Keine Drogen im Klo herunterspülen

Die Polizei warnte, wenn das viele Dealer und Abhängige täten, würde man irgendwann "Meth-Alligatoren bekommen". Denn die Drogen gelangen über die Kanalisation in die Umwelt.

Die Sorge der Beamten: Wenn Drogen in das Abwassersystem gelangen, können sie auch in Kläranlagen nicht komplett aus dem Wasser gefiltert werden und enden so zum Beispiel in Flüssen. Und in den Flüssen rund um Loretto, einer Stadt in Tenessee, leben Alligatoren. In ihrem Post schreiben die Polizisten: "Wir erschaudern dabei, daran zu denken, was ein Tier, das solche Stoffe aufgenommen hat, tun könnte."

Tiere im Drogenrausch – das ist in der Tat ein Problem. Denn immer wieder werden Tiere gefunden, die unter Drogeneinfluss stehen. Im letzten Jahr wurde über eine Schlange berichtet, die in Australien beschlagnahmt wurde und unter dem Einfluss von Crystal Meth stand. Die Schlange war in einem Drogenlabor gehalten worden – als eine Art Wachhund. Nach Angaben der Behörden war die Schlange drogenabhängig. Die Python habe sich völlig artuntypisch verhalten. Sie sei sehr aggressiv und dadurch unberechenbar gewesen. Die Schlange musste sieben Monate in den Drogenentzug. 

Tiere werden aggressiv und unberechenbar

In Alabama hatte ein Mann versucht, aus einem Eichhörnchen ein Kampftier zu machen. Dazu hatte er es mit Crystal Meth gefüttert. Die Polizei entdeckte das Eichhörnchen bei einer Razzia in der Wohnung des Mannes. Crystal Meth ist eine der gefährlichsten Drogen, die es gibt. Sie macht schnell süchtig, viele Menschen werden gleich bei der ersten Einnahme abhängig. Durch die Droge können Gehirn und Psyche geschädigt werden.

wt / dpa