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Erkenntnisse: Im Angesicht des Todes

Die Crew der verunglückten Raumfähre Columbia hat die sich anbahnende Katastrophe - anders als bisher angenommen - wahrscheinlich doch noch bewusst miterlebt.

Die Crew der verunglückten Raumfähre Columbia hat die sich anbahnende Katastrophe anders als bisher angenommen wahrscheinlich doch noch bewusst miterlebt. Das berichtete die "New York Times" am Mittwoch. Bislang war die Weltraumbehörde NASA davon ausgegangen, dass die sieben Astronauten sich der Probleme nicht bewusst waren und am 1. Februar beim Auseinanderbrechen der Raumfähre über Texas sofort starben.

"Noch eine Minute gelebt"

Nachdem der Kontakt der Raumfähre mit der Bodenstation abbrach, hätten die sieben Astronauten wahrscheinlich noch eine Minute gelebt, berichtete die Zeitung nach Gesprächen mit den Unglücksermittlern. Die Kapsel, in der die Besatzung saß, müsse schwer geschüttelt worden sein. Die fünf Männer und zwei Frauen an Bord dürften auf den Bordcomputern gesehen haben, dass die Messdaten fatale Probleme anzeigten.

Dies schlossen die Ermittler aus Daten, die Sensoren noch aufzeichneten, nachdem der Funkkontakt abgebrochen war. Die Sensoren wurden Mitte März in Hemphill in Texas gefunden.

"Gut gebaute Kapsel"

"Das ist eine ziemlich gut gebaute Kapsel", zitierte die Zeitung einen der Ermittler. "Sie dürfte als letztes zerbrochen sein."

DPA
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