Fossilfund Känguru-Opa konnte nicht hüpfen


Wer hätte gedacht, dass ein kleiner Klettermax der älteste Verwandte des Kängurus ist. Forscher haben in China das 125 Millionen Jahre alte Fossil ausgegraben.

Der älteste Verwandte des Kängurus konnte nicht hüpfen, dafür hervorragend klettern. Forscher haben in China den Vorfahr der Beuteltiere ausgegraben. Das Fossil sei 125 Millionen Jahre alt, berichtet das chinesisch-amerikanische Team in der US-Fachzeitschrift "Science" vom Freitag. Das mausgroße Ur-Tier "Sinodelphys szalayi" liefere neue Erkenntnisse über den Ursprung der Säugetiere. Vermutlich haben sich die so genannten Beutelsäuger rund 50 Millionen Jahre früher als bisher angenommen vom Strang der übrigen Säugetieren trennten. Beutelsäuger sind zum Beispiel Kängurus und Koalabären.

Ähnlich wie der Koala-Bär lebte sein chinesischer Urahn vermutlich auf Bäumen, wie die gut ausgebildeten Greifhände andeuten. Nach Angaben der Forschergruppe um Zhe-Xi Luo vom Carnegie Museum of Natural History in Pittsburgh (US-Staat Philadelphia) konnte das Ur-Tier so in verschiedenen Lebensräumen Nahrung finden.

Das gefundene Fossil beweise, dass die Gruppe der Beuteltiere in Asien entstanden ist. Heute leben diese Säugetiere nur noch auf der südlichen Erdhalbkugel. Vermutlich seien sie von Asien aus nach Nordamerika gezogen und hätten sich von dort nach Australien und Südamerika weiterverbreitet, sagte Luo. Das einzige heute noch in der nördlichen Hemisphäre lebende Beuteltier, die Beutelratte, sei erst vor relativ kurzer Zeit aus dem Süden eingewandert. Andere Forscher hingegen sind der Meinung, der genaue Ursprungsort der Säugetiere müsse noch durch weitere Funde überprüft werden.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker