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Gentechnik: Anbaufläche von Gen-Pflanzen stark ausgeweitet

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen steigt weltweit sehr rasch und hat im Jahr 2002 mehr als die 1,5-fache Fläche Deutschlands erreicht.

Ganz vorne: USA

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen steigt weltweit sehr rasch und hat im Jahr 2002 mehr als die 1,5-fache Fläche Deutschlands erreicht. Die Fläche sei weltweit im Jahr 2002 um zwölf Prozent auf 58,7 Millionen Hektar gestiegen, teilte der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter am Montag in Bonn mit. Führend seien mit großem Abstand die USA, immer kräftiger ziehe China mit Baumwolle nach. Insgesamt sei die Fläche im vergangenen Jahr 35 Mal so groß gewesen wie noch 1996.

China weist den stärksten Zuwachs auf

Nach Angaben des ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-biotec Applications) nahm der Anbau gentechnisch veränderter Sorten vor allem bei Soja, Mais und Raps zu. Fast 99 Prozent der Fläche verteilten sich auf vier Länder: USA (39 Millionen Hektar), Argentinien (13,5), Kanada (3,5) und China (2,1). Zwölf weitere Länder nutzten gentechnisch veränderte Pflanzen. Mit rund 40 Prozent wies China erneut den relativ stärksten Zuwachs auf. Auf rund 2,1 Millionen Hektar sei insektenresistente Baumwolle geerntet worden, das entspreche nahezu 51 Prozent der nationalen Baumwollerzeugung.

Zwölf weitere Länder nutzten gentechnisch veränderte Pflanzen, davon zwei - Südafrika und Australien - mit Flächen über 100 000 Hektar. Drei neue Länder seien hinzugekommen: Indien und Kolumbien (Baumwolle) sowie Honduras (Mais) hätten im vergangenen Jahr erstmals den Anbau genehmigt.

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