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Künstlerin und Wissenschaftlerin Jill Pelto macht aus Klimadaten Kunstwerke – um die Menschen aufzurütteln

Ein Kunstwerk, das auf Daten zum Temperaturanstieg basiert. Es zeigt einen brennenden Wald, in den ein Diagramm integriert ist.
Ein Resultat der steigenden globalen Temperaturen und möglicher damit einhergehender Dürre ist laut Jill Pelto eine zunehmende Anzahl an Waldbränden. In diesem Bild verwendete sie Daten über den globalen Temperaturanstieg von "Climate Central", einer Organisation von Wissenschaftlern und Journalisten, die zum Klimawandel forschen und darüber berichten.
© Jill Pelto
Die Amerikanerin Jill Pelto visualisiert wissenschaftliche Daten in ziemlich aufregenden Gemälden. Oft ist ein zweiter Blick nötig, um den gesamten Inhalt der Bilder zu erfassen.

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals im März 2016 beim stern und wurde aus gegebenem Anlass in aktualisierter Form erneut veröffentlicht.

Jill Pelto ist Wissenschaftlerin. Die Amerikanerin studierte Geowissenschaften an der University of Maine. Ihr Schwerpunkt, die Erforschung von Gletschern, führte sie über die USA hinaus bereits in die Antarktis und auf die Falkland-Inseln. 

Jill Pelto ist aber auch Künstlerin. Ihr zweites Fach an der Uni war Kunst, in Ihrer täglichen Arbeit bringt sie beide Disziplinen zusammen. Ihr bevorzugtes Motiv ist die Natur, die sie nach eigener Aussage ebenfalls als Kunstwerk betrachtet.

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Ein Themengebiet, dem sich die Tochter des renommierten Gletscherforschers Mauri Pelto intensiv widmet, ist der Klimawandel. Sie kombiniert nüchterne Diagramme aus Daten zum Anstieg des Meeresspiegels, zur globalen Erwärmung oder auch zur Übersäuerung der Ozeane mit aufregenden landschaftlichen Motiven.

Das Ergebnis sind Gemälde, die informativ und wunderschön zugleich sind. Die Inspiration dafür holt sie sich unter anderem auf wissenschaftlichen Exkursen in der Natur. "Während ich Feldforschung betreibe, fotografiere ich, mache Skizzen und Notizen über Veränderungen die ich bemerke oder andere Dinge, die meine Aufmerksamkeit erregen", erläutert die Künstlerin und Forscherin. Ihr Ziel ist es, mit den Blickfängern auch Menschen für das Thema zu sensibilisieren, die sich möglicherweise für die nackten Fakten allein nicht so sehr interessieren würden.

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🥳Floored and honored to create a new painting “Currents” that is the cover for TIME’s July Climate issue, in print soon🥳 I have been working so hard to build my art career so it feels amazing to have this opportunity to make an impact. I’ll share more about what this process has been like soon. @time Artwork description: It has been a tumultuous year but underlying currents of positive action are surfacing rapidly. “Currents” depicts a critical grouping of global climate data dictating our present and future action. The reality of this data may be frightening, but there are messages of hope within. This year the impact of the novel coronavirus will lead to a reduction in global CO2 emissions, and renewable energy consumption will continue to increase. It is critical we leverage these trajectories as a sign of our collective potential to support local environmental action for global change today. This includes addressing the disproportionate affects of climate change on marginalized peoples. The title Currents refers to time and change. The currents in our worlds oceans are literally shifting as our climate changes. But so too is the collective action we are taking. The data shows this passage of time and why we need to act now for ourselves and our world. Creative editor: D.W. Pine Data source links will be added to my website soon: Sources: CO2 emissions: NOAA Climate.gov graph, adapted from original by Dr. Howard Diamond (NOAA ARL). Atmospheric CO2 data from NOAA and ETHZ. CO2 emissions data from Our World in Data and the Global Carbon Project; Renewable Energy Consumption: Vaclav Smil (2017), BP Statistical Review of World Energy (2019); Sea Level: NOAA Climate.gov; Average Global Temperature: NASA/GISS; Land Ice: IMBIE 2019 Greenland Dataset, Zemp et al. (2019). Global glacier mass changes and their contributions to sea-level rise from 1961 to 2016. Nature, 568, 382–389. https://doi.org/10.1038/s41586-019-1071-0 #watercolor #ecoart #art #climatechangeart #climatechange #dataart #artist #paintings #creative #green #environment #environmentalart #sciart #scicomm #scientificart #women in stem #steam #womeninscience #timemagazine #renewableenergy

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Im Juli 2020 entwarf sie das Cover für eine Titelgeschichte des renommierten Magazins "Time" zum Klimawandel. In der Illustration mit dem Titel "Currents" (Strömungen) fügte sie unter anderem Daten zum Co2-Ausstoß, der Eisschmelze und der Erderwärmung zusammen. Sie fühle sich geehrt, schrieb Jill Pelto mit Blick auf das Engagement bei Instagram. 

Mehr Informationen über Jill Pelto und ihr Werk gibt es auf ihrer Homepage.


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