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Körpertemperatur von Mammuts: Auf den Zahn gefühlt

Welche Temperatur hatten Mammuts? Forscher haben dies nun mit einer ungewöhnlichen Methode ermittelt: Sie untersuchten den Zahnschmelz. Als nächstes wollen sie mit der Methode herausfinden, ob die Dinosaurier wechselwarm waren.

Die molekulare Zusammensetzung von Zahnschmelz lässt sich als chemisches Thermometer für ausgestorbene Tiere verwenden. Ein internationales Forscherteam hat mit der Methode bei einem Wollmammut eine ähnliche Körpertemperatur wie bei einem indischen Elefanten festgestellt. Die Kohlenstoff-Wasserstoff-Verbindung Karbonat liefert die Information: Je kälter es bei der Bildung des Zahnschmelzes war, desto öfter gehen in der Mineralstruktur die schweren Varianten (Isotope) der beiden Elemente eine Verbindung ein. Die Bestimmung des Verhältnisses der beiden Isotope verrät so die Körpertemperatur, berichten die Wissenschaftler um Thomas Tütken von der Universität Bonn im Fachmagazin "PNAS".

"Indem wir messen, wie häufig sich die schweren Isotope im Karbonat zusammenfinden, können wir die Körpertemperatur auf plus/minus zwei Grad genau bestimmen", sagt Tütken, der an der Universität Bonn die Gruppe Knochengeochemie leitet. Das Thermometer wurde zunächst an Zähnen heute lebender Wirbeltiere mit bekannter Körpertemperatur eingemessen und dann an Zähnen ausgestorbener Wirbeltiere getestet. Zahnschmelz kann Zehntausende von Jahren ohne größere chemische Veränderungen überstehen.

Nächstes Forschungsobjekt: die Dinos

Für ein vor 30.000 Jahren am Rheinufer gestorbenes Wollmammut lieferte die Isotopenmessung eine Temperatur von 39,1 Grad. Für ein zweites Tier aus dem Bereich der heutigen Nordsee, die während der Eiszeit trockengefallen war, ergab die Methode eine Temperatur von 36,8 Grad. Zum Vergleich testeten die Forscher ihr Zahnthermometer bei einem indischen Elefanten, dem engsten heute noch lebenden Verwandten des Mammuts, bei dem 36,9 Grad gemessen wurden.

Nun wollen die Wissenschaftler herausfinden, ob Dinosaurier wechselwarm oder warmblütig waren. "Wir haben inzwischen erste Dinosaurierzähne untersucht und eine ähnliche Körpertemperatur wie bei heutigen Säugern gefunden. Allerdings müssen wir noch überprüfen, wie verlässlich diese Daten sind", sagt Tütken.

DDP / DDP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.