Ozonloch Verschnaufen für Ozonschicht


US-Forscher haben konkrete Hinweise für die Erholung der schützenden Ozonschicht entdeckt. Allerdings gilt die Trendwende nur für die obere Schicht. Für untere Abschnitte gibt es nach wie vor zu viele belastende Faktoren.

US-Forscher haben konkrete Hinweise für die Erholung der schützenden Ozonschicht entdeckt. Der Abbau des oberen Teils dieser Schicht geschehe weniger rasch als zuvor. Die neue Untersuchung zeige damit erstmals, dass der Stopp der FCKW-Produktion positive Auswirkungen hat. "Das ist der Anfang einer Erholung der Ozonschicht", sagte Prof. Michael Newchurch von der University of Alabama in Huntsville (US-Bundesstaat Utah), der das Forscherteam leitete.

Abbau hat sich seit 1997 verlangsamt

Ausgewertet wurden die Daten von drei Satelliten der Weltraumagentur NASA und drei internationalen Bodenstationen. Dabei zeigte sich, dass der Abbau des oberen Teils der Ozonschicht in 35 bis 45 Kilometer Höhe über der Erdoberfläche seit 1997 verlangsamt ist. "Wie gewinnen noch kein Ozon, aber wir verlieren es weniger schnell. In den kommenden Jahren sollten wir dann auch ein Ozon-Plus verbuchen", sagt Newchurch voraus. Dafür sei der gedrosselte Ausstoß von Chlor verantwortlich. Das zerstörerische Chlor wird durch die nunmehr gebannten Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in der Stratosphäre freigesetzt.

Untere Ozonschicht wird nach wie vor zerstört

Allerdings betrifft diese sich andeutende Trendwende den Angaben zufolge nur die obere Ozonschicht. Deren Abbau wird allein durch Chlor hervorgerufen. Für den unteren Teil 20 bis 35 Kilometer über der Erde, der 80 Prozent der Schutzwirkung vor schädlichen UV- Strahlen ausmacht, gibt es noch keine derartigen Anzeichen. "Allein das Chlorproblem zu lösen wird niemals die Probleme der unteren Stratosphäre lösen", sagt Newchurch. Dort gebe es nach wie vor zu viele weitere belastende Faktoren. So spielten auch die Treibhausgase Kohlendioxid und Methan eine Rolle.


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