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Texas Trockenheit lässt mehr als 100 Millionen Jahre alte Dinosaurierspuren in Flussbett sichtbar werden

Spuren von Dinosaurier
Die Dinosaurierspuren kamen durch die Trockenheit an die Oberfläche
© Dinosaur Valley State Park / Facebook
Die Trockenheit quält Mensch und Natur, legt aber auch interessante Entdeckungen frei: In Texas kamen mehr als 100 Millionen Jahre alte Dinosaurierspuren in einem ausgetrockneten Fluss an die Oberfläche. 

Auch in den USA herrscht in weiten Teilen des Landes extreme Trockenheit. Aufgrund der fehlenden Regenfälle fallen viele Flüsse trocken – und einige geben dadurch über viele, viele Jahre verborgene Geheimnisse preis. Im Dinosaur Valley State Park in Texas wurden dadurch vorher nicht entdeckte Dinosaurierspuren sichtbar. Sie sollen nach Angaben einer Sprecherin etwa 113 Millionen Jahre alt sein.

In dem Flussbett des Paluxy Rivers wurden bereits 1930 versteinerte Fußspuren von Dinosauriern entdeckt. Jedes Jahr im Spätsommer nutzen Besucher:innen die niedrigen Wasserstände, um sich diese Zeugnisse aus der Unterkreidezeit anzusehen. Durch die in diesem Jahr besonders heftige Trockenheit wurden neue Spuren eines Acrocanthosaurus entdeckt, sagte eine Sprecherin des Parks CNN.

Dinosaurier wog 44 Tonnen

Ein ausgewachsener Dinosaurier dieser Art kam stehend auf eine Größe von 4,50 Meter und ein Gewicht von fast sieben Tonnen. Darüber hinaus wurden Fußabdrücke eines Sauroposeidon gefunden, der diese Maße noch einmal mit Leichtigkeit übertraf: Er war etwa 18 Meter hoch und wog 44 Tonnen.

"Es ist immer aufregend, neue Dinosaurierspuren zu entdecken", sagte die Sprecherin des Dinosaur Valley State Park CNN. Der Park arbeite daran, die Spuren auch für die Zukunft zu erhalten. Doch auch wenn die Trockenheit zu dieser neuen Entdeckung geführt hat, war die Freude dennoch groß, als wenige Tage später wieder Regen einsetzte.

Trockenheit bringt auch gefährliche Güter an die Oberfläche

Auch in Europa setzt die Dürre an einigen Stellen Relikte aus der Vergangenheit frei. In Elbe und Rhein wurden teils Jahrhunderte alte sogenannte "Hungerstein" sichtbar, die an Dürrezeiten und Hungersnöte erinnern sollten. In der Donau kamen durch die niedrigen Pegelstände rund 20 versenkte deutsche Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg an die Oberfläche – teils noch beladen mit Munition, die explodieren könnte.

Quellen: Dinosaur Valley State Park auf Facebook / CNN

Deutsche Kriegsschiffe wegen niedrigem Donaupegel freigelegt

Sehen Sie im Video: Die Wracks aus Weltkriegszeiten behindern den Schiffsverkehr und bedrohen die Bevölkerung. Denn auf den historischen Relikten stehen immer noch massenweise Munition.

epp

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