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Wal-Massenstrandung: Grindwale verenden an Nordwestspitze Schottlands

Trotz der Rettungsbemühungen vieler Tierschützer sind an Schottlands Küste 15 Wale gestrandet und qualvoll ums Leben gekommen. Insgesamt waren rund 60 Grindwale am nordwestlichsten Zipfel des schottischen Festlandes in Not geraten.

An der Nordwestspitze Schottlands sind 15 gestrandete Grindwale verendet. Bei Ebbe seien in der Bucht Kyle of Durness von einer Gruppe von 60 Walen etwa 35 Wale gestrandet, erklärte die Rettungsorganisation BDMLR am Samstag. Etwa 20 von ihnen hätten mit Hilfe von aufblasbaren Pontons zurück ins Wasser gebracht werden können, die übrigen Tiere seien verendet. Viele der Wale seien auf ihrer Seite oder dem Rücken gestrandet, so dass sie Sand eingeatmet hätten. Einige Tiere hätten sogar aufeinander gelegen. Der Einsatz musste nach Einbruch der Dunkelheit unterbrochen werden.

Der wissenschaftliche Leiter der Wal- und Delphinschutzgesellschaft, Mark Simmonds, erklärte, Kyle of Durness sehe aus wie eine "Wal-Falle". Die Wal-Gruppe habe offenbar in dem Gewässer mit vielen nachgiebigen Sandbänken die Orientierung verloren und sei daher in Panik geraten. Wenn nur ein oder zwei Wale strandeten, würden die übrigen der Gruppe versuchen, ihnen zu helfen, und sich so selbst in Gefahr bringen, erläuterte Simmonds.

ste/AFP/DPA / DPA