Zuchterfolg Bilder aus der Panda-Kita


Babyboom im Wolong-Zuchtzentrum in China: Weil in den letzten Monaten gleich 18 Pandababys zur Welt gekommen sind, leben die Tiere nun in einem eigenen Panda-Kindergarten. Ihre Taufe wurde zum TV-Spektakel.

In einer großen Fernsehshow sind 18 jungen Pandas in China die Namen verliehen worden, die Internetnutzer unter 100.000 Vorschlägen für sie ausgewählt hatten. Einer der Kleinen wurde nach einem der Maskottchen für die Olympischen Spiele 2008 in Peking "Fuwa" genannt, ein besonders freches Exemplar erhielt den Namen "Schelm". Nach ihrer "Taufe" wurden die rund sechs Monate alten Bären in ein 2000 Quadratmeter großes Gehege des Zuchtzentrums von Wolong nahe Chengdu in der Provinz Sichuan gesetzt.

In dem "Kindergarten" können sich die Pandas auf einer Rutsche und anderen Spielgeräten vergnügen. Es habe aber auch schon Streit unter den Petzen gegeben, hieß es. Die Tiere müssten sich erst einmal aneinander gewöhnen. Jeder Panda bekomme nun seinen eigenen Ernährungsplan.

Einige der Pandas sollen später eventuell in die Wildnis entlassen werden. Im vergangenen Jahr war mit dem vierjährigen Xianxiang erstmals ein in Gefangenschaft geborener Panda in der Wildnis ausgesetzt worden. Er habe sich vollständig angepasst, berichteten die Experten. Bis 2010 sollen deswegen fünf bis zehn weitere Pandas folgen.

Vom Aussterben bedroht

Von den 34 Pandas, die im vergangenen Jahr in China geboren worden sind, waren allein 19 im Wolong-Zuchtzentrum zur Welt gekommen, wo auch mit künstlicher Befruchtung gearbeitet wird. Wegen ihres immer kleiner werdenden Lebensraumes und dem eingeschränkten Paarungsverhalten in Gefangenschaft gehören Pandas zu den bedrohten Tierarten. Derzeit leben noch etwa 1590 der Bären in China.

DPA DPA

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