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Nützliches zu Ostern: Woher kommt eigentlich mein Frühstücksei?

Ei, ei, ei - bald ist Ostern: Eier gibt es jetzt wieder in bunt, in hart gekocht und als Frühstücksei am Ostertisch. Doch woher stammt das Ei? Und ist es bio? Nützliches Wissen rund ums Ei.

Auf jedem Ei steht ein Zahlen- und Buchstabencode (z.B. 2-DE-0513912), an dem man die Herkunft des Eis ablesen kann. Seit Anfang 2004 gibt es europaweit ein einheitliches System. Um die Kennzeichnung zu entschlüsseln, muss man ein paar einfache Fakten kennen.

1. Stelle (2-DE-0513912)

Vor dem ersten Bindestrich steht eine Zahl zwischen 0 und 3. Sie kennzeichnet die Haltungsform:

0 - Biohaltung: maximal sechs Hennen pro Quadratmeter, je Stall nicht mehr als 3000 Tiere. Jeder Henne stehen zudem minimal vier Quadratmeter Auslauffläche im Freien zur Verfügung. Biologisches Futter, in der Regel keine Medikamente.

1 - Freilandhaltung: maximal 9 Hennen pro Quadratmeter, je Stall nicht mehr als 6000 Tiere. Tagsüber stehen jeder Henne zudem minimal vier Quadratmeter Auslauffläche im Freien zur Verfügung. Ansonsten gelten die gleichen Mindestanforderungen wie bei der Bodenhaltung.

2 - Bodenhaltung: maximal 9 Hennen pro Quadratmeter, je Stall nicht mehr als 6000 Tiere.

3 - Käfighaltung: in ihrer herkömmlichen Form (Legebatterien) in Europa seit Ende 2011 verboten.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Haltungsformen finden Sie hier.

2. Stelle (2-DE-0513912)

Als nächstes folgen zwei Buchstaben, die Aufschluss über das Herkunftsland geben. Deutschland wird als "DE" abgekürzt. Die Abkürzungen aller EU-Länder finden sie hier.

3. Stelle (2-DE-0513912)

Die anschließende siebenstellige Nummer verrät das Bundesland und den Betrieb, aus dem das Ei kommt. Das Bundesland ist in den ersten beiden Ziffern verschlüsselt (2-DE-0513912): 01 - Schleswig-Holstein, 02 - Hamburg, 03 - Niedersachsen, 04 - Bremen, 05 - Nordrhein-Westfalen, 06 - Hessen, 07 - Rheinland-Pfalz, 08 - Baden-Württemberg, 09 - Bayern, 10 - Saarland, 11 - Berlin, 12 - Brandenburg, 13 - Mecklenburg-Vorpommern, 14 - Sachsen, 15 - Sachsen-Anhalt, und 16 - Thüringen.

Anhand der letzten fünf Ziffern (2-DE-0513912) lässt sich theoretisch auch der Legebetrieb ausfindig machen. Einige EU-Länder nutzen auch Buchstaben zur Identifizierung der Hersteller. Auf der Website www.was-steht-auf dem-ei.de können Verbraucher ihren Eier-Code direkt eingeben. Sofern der Betrieb dem KAT-Kontrollsystem angeschlossen ist, gibt die Website Auskunft über Namen und Adresse. Außerdem kann sich der Nutzer aktuelle Bilder und Informationen über den Betrieb ansehen.

Das Problem ist, dass nicht alle Legebetriebe dem KAT-System angeschlossen sind. Für alle anderen Produzenten ist eine Rückverfolgung, die über das Bundesland hinausgeht, für den Verbraucher schwierig.

Stefanie Schütten
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