VG-Wort Pixel

"Was kannst du eigentlich?" Mein Haushalt, meine Schwiegermutter und das Chaos am Frühstückstisch

Frühstückstisch mit Käsebroten und einem weich gekochten Ei im Becher
Gar nicht so trivial, ein Frühstücksei mit Anstand und ohne Sauerei für den sonntäglichen Verzehr vorzubereiten. Es sei denn man hat einen Eierschalensollbruchverursacher zur Hand.
© Emmanuelle Grimaud / Getty Images
Sobald ein Fest ansteht, wird die Familie der Autorin von ihrer Schwiegermutter mit neuen Haushaltshelfern versorgt. Die sind manchmal sehr praktisch, in vielen Fällen aber aus der Abteilung "Dinge, die die Welt nicht braucht". Heute: Der Eierschalensollbruchstellenverursacher.

Es ist die ultimative Bewährungsprobe und Prüfung aller Prüfungen: Das erste Essen bei den (zukünftigen) Schwiegereltern. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Sonntagmorgen, an dem ich zum ersten Mal bei der Familie meiner Frau am Frühstückstisch saß. Natürlich mit vielen Fragen im Kopf: Werden Sie mich mögen? (Spoiler: Ja!) Werde ich mich blamieren? (Spoiler: Auch ja!)

Traditionsgemäß gibt es bei den Schwiegereltern sonntags ein Frühstücksei. Um der Familie zu imponieren, wählte ich die Samurai-Methode – das Ei mit einem Messer gekonnt köpfen. Doch anstelle eines sauberen Schnitts, verhakte ich mich mit dem Messer im Ei und das flüssige Eigelb lief an den Seiten am Eierbecher runter. All das vor den Augen der Menschen, denen ich beweisen wollte, dass ich ein echt toller Fang war. Ich kam mir vor, wie in einer Hollywood-Komödie als ich versuchte, die Sauerei auf der geblümten Tischdecke zu beseitigen und mir währenddessen der mittlerweile abgetrennte Eierkopf auch noch auf den Teppich fiel. Eine klebrige Angelegenheit, die mich zwar nicht aus der Familie auswies, aber seitdem gerne bei jedem Frühstück wieder erzählt wird.

Affiliate Link
-34%
Amazon.de | Take 2 "Clack" Eierköpfer
Jetzt shoppen
16,85 €25,66 €

Selbst schuld: "Was kannst du eigentlich?"

Im vergangenen Jahr bekam ich von meiner Schwiegermutter als Reaktion auf diesen denkwürdigen Morgen einen sogenannten Eierschalensollbruchstellenverursacher geschenkt. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich an dem Geschenk natürlich selbst schuld bin. Was soll man jemandem auch schenken, der nicht einmal dazu in der Lage ist, unfallfrei ein Ei zu pellen. Denn was wie ein netter Haushaltshelfer aussieht, ist im Grunde das Metall-gewordene "Was kannst du eigentlich?". Dass es mir dann auch noch mit dem Qalitätsmerkmal "Das haben die bei 'Bauer sucht Frau' gezeigt" übergeben wurde, gab dem Geschenk den Rest.

Wer das Gerät nicht kennt: Es ist ein länglicher Metallstab an dem Freefall-Tower-mäßig eine kleine Kugel hängt. Man schiebt sie hoch und lässt sie auf einen kleinen Metallhut fallen, der die Eierschale anknackst. Im besten Fall kann man die Schale dann elegant abnehmen und das Ei aus der Schale löffeln. Der Eierschalensollbruchstellenverursacher verursacht also eine Eierschalensollbruchstelle. Soweit, so mechanisch.

Eier köpfen ohne Sauerei: "Geht doch"

Natürlich musste ich das Gerät sofort vor den Augen meiner Schwiegermutter testen und siehe da: Nach zwei Übungsanläufen trennte das Ding die Schale vom oberen Teil des Eis – ganz ohne Sauerei. "Geht doch," war das freundliche Urteil meiner Schwiegermutter. Ob wir dieses Gerät wirklich in unserer Küche benötigen, wage ich noch zu bezweifeln. Wer aber sichergehen will, dass er sich beim Sonntagsfrühstück nicht blamiert, sollte sich den Eierschalensollbruchstellenverursacher unbedingt zulegen. Oder ihn direkt auf den Frühstückstisch stellen, wenn die Schwiegertochter zum ersten Mal zu Besuch kommt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker