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Sonnenfinsternis am 20. März: Wenn der Mond die Sonne verdeckt

Der astronomische Frühling beginnt mit einer Sonnenfinsternis. In manchen Regionen der Welt zeigen sich dann bei klarem Wetter sogar die Sterne. In Deutschland verdunkelt sich die Sonne nur teilweise.

20.02.2015 IMP_B_STERN_AGT_DPA   Von Deutschland aus wird bei gutem Wetter eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein

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Von Deutschland aus wird bei gutem Wetter eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein

Schauspiel am Himmel: Im März kommt es zu einer Sonnenfinsternis. Wenn das Wetter mitspielt, ist das Ereignis von Deutschland aus als partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Am 20. des Monats tritt um 10.36 Uhr die Neumondphase ein. Am nächsten Morgen um 3.19 Uhr kreuzt der Mond die Erdbahnebene von Nord nach Süd. Somit schiebt sich der dunkle Neumond vor die Sonne und bedeckt sie. Dabei fällt der Schatten des Mondes auf Teile der Erdoberfläche und verfinstert sie mehr oder minder stark.

In den Vormittags- und Mittagsstunden ist die Sonnenfinsternis in ihren partiellen Phasen zu beobachten. Für die meisten Orte in Mitteleuropa beginnt das Schauspiel gegen 9.20 Uhr und endet etwa um 12.00 Uhr. In Berlin werden zum Höhepunkt immerhin 74 Prozent der Sonnenscheibenfläche vom Neumond bedeckt, in München 68 Prozent. Die genauen Zeiten sind ortsabhängig.

47 Sekunden totale Verfinsterung

Während in Europa und Nordwestafrika die Sonne nur teilweise verfinstert, wird sie in der schmalen Zone, die der Kernschatten des Mondes überstreicht, völlig verdeckt. Es wird in der Totalitätszone so dunkel, dass man bei klarem Wetter Sterne sehen kann. Um die total verfinsterte Sonne leuchtet ein heller Strahlenkranz, die Korona. Sie ist die äußerste Atmosphärenschicht der Sonne und mit Temperaturen über eine Million Grad auch viel heißer als die Sonnenoberfläche.

Die Kernschattenspitze des Mondes berührt erstmals die Erdoberfläche im Nordatlantik, zieht in nordöstlicher Richtung zwischen den Britischen Inseln und Island hindurch, geht über die Färöer-Inseln und Spitzbergen. Sie verlässt die Erde schließlich in der Arktis nahe dem Nordpol. Zum Höhepunkt der totalen Verfinsterung um 10.46 Uhr zwischen Island und Skandinavien dauert die Totalität zwei Minuten und 47 Sekunden. Dies gilt für die Position auf der Zentrallinie der nur 463 Kilometer breiten Totalitätszone.

Die nächste von Deutschland aus beobachtbare Sonnenfinsternis findet erst am 10. Juni 2021 statt - wobei aber nur maximal 25 Prozent der Sonnenscheibenfläche vom Neumond bedeckt werden. Wer eine totale Sonnenfinsternis in Deutschland erleben möchte, muss sich noch viel länger gedulden: Dies wird am 3. September 2081 sein.

Hans-Ulrich Keller/DPA / DPA