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Forschung aus dem All: Auf den Spuren des Lebens - stern-Titelgeschichte über "das geheime Wissen der Tiere"

Mit Hightech im All und Tieren auf der Erde wollen Forscher den Planeten besser verstehen. Die Internationale Raumstation ISS wird zum Schauplatz für ein ehrgeiziges Projekt, das der stern begleitet hat.

Forscher zeichnen ein neues Bild der Erde - wie Tiere dabei helfen.

Forscher zeichnen ein neues Bild der Erde - wie Tiere dabei helfen.

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Was diese Woche im Orbit passiert, verfolgen Biologen und Ingenieure, IT-Fachleute und Klimaforscher in aller Welt gespannt. Sie alle fiebern mit, wenn das Team der ISS, zurzeit unter Kommando des deutschen Raumfahrers Alexander Gerst, eine einzigartige Anlage einrichtet. Die so genannten Icarus-Antennen am russischen Modul der ISS sollen in Betrieb gehen und erste Daten von der Erde empfangen, aufbereiten und gebündelt wieder nach unten senden. Lieferanten der Informationen sind Tiere.

"Icarus" steht für "International Cooperation for Animal Research Using Space" – ein Großprojekt für die weltumspannende Tierbeobachtung aus dem All. Am Boden, vor den Monitoren des ISS-Kontrollzentrums bei Moskau, verfolgt ein Team um Martin Wikelski die Arbeiten auf der Raumstation. Live kann der Verhaltensbiologe verfolgen, wie sich im Orbit mit den Antennen gleichsam sein Lebenswerk entfaltet. Wikelski leitet das Max-Planck-Institut für Ornithologie und zählt zu den führenden Experten auf dem Gebiet der Biotelemetrie. Dabei studieren Forscher die Bewegungen und das Leben wilder Tiere mithilfe von Funksendern, GPS-Empfängern oder Lichtsensoren.

"Das Leben an sich verstehen"

"Bisher erforschen wir Biologen vor allem einzelne Tiere und Ökosysteme. Aber das ergibt in einem vernetzten Lebensraum wie der Erde wenig Sinn", so der Max-Planck-Forscher. "Mit Icarus können wir das weltweite Zusammenspiel der Tiere verfolgen, um das Leben an sich zu verstehen. Das Gesamtsystem über seine Einzelteile erfassen, so wie Alexander von Humboldt es schon vor 200 Jahren vorgeschlagen hat." 

Gemeinsam mit Forschern in aller Welt will Wikelski einen gigantischen Atlas des Tierlebens schaffen, der sich permanent und fast in Echtzeit aktualisiert, ein Abbild von Vogelflügen und Insektenwanderungen, von Brut- und Rückzugsgebieten liefert. Tausende Tiere werden dafür in den kommenden Monaten mit winzigen Sendern ausgestattet, die mehr als 400 Kilometer hoch ins All funken, um Positionsdaten und Lebenszeichen wie Körpertemperatur zu übermitteln. Als erstes werden europäische Amseln zur Raumstation senden, im nächsten Jahr auch Jaguare in Südamerika, Flughunde in Afrika, Meeresschildkröten und viele Zugvögel. Selbst für Schmetterlinge und Bienen sind bereits Minisender gebaut.

Big Data der Tierwelt

Durch "Icarus" können Forscher ihre Wanderungen in nie gekannter Auflösung verfolgen. Der Datenschatz der Tierbeobachter wächst zur Big-Data-Welt – und jeder mit Internetzugang kann teilhaben: Per Datenbank oder App kann man schon jetzt den Reisen von Zugvögeln, Walen oder Meeresschildkröten folgen.

Wissenschaftler wollen mit Hilfe der Tierprofile den Klimawandel dokumentieren, den Schwund der Artenvielfalt oder die Ausbreitung von Krankheiten wie Vogelgrippe. Vielleicht werden Tiere künftig sogar dazu beitragen, vor Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüchen oder Tsunamis zu warnen. Pilotprojekte mit Ziegen am Ätna und Elefanten im indonesischen Banda Aceh laufen bereits.

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Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?