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Stiftung Warentest - Bildbearbeitung: Verschönern und sortieren

Elf Bildbearbeitungsprogramme waren im Test, darunter vier kostenlose.

Wer fotografiert, will seine Bilder auch zeigen. Aber nicht immer sind Fotos schon richtig vorzeigbar, wenn sie aus der Kamera kommen. Mal ist der Horizont schief, mal stimmt die Belichtung nicht, oder rote Augen lassen den Fotografierten wie einen Vampir aussehen. Und wie findet man zum Beispiel für die Hochzeits-DVD unter Tausenden von Bildern gerade die, auf denen die beiden Brautleute zu sehen sind? Bildbearbeitungsprogramme versprechen Lösungen für diese Aufgaben: Fotos schnell optimieren oder aufwendig umgestalten, den Überblick über die Bildersammlung behalten und Bilder auf verschiedenen Medien präsentieren. Sieben Programmpakete von 59 bis 110 Euro hat die Stiftung Warentest geprüft, außerdem vier Gratisprogramme.

Wer die Bildbearbeitung nicht gerade als netten Zeitvertreib betrachtet, ist dankbar, wenn die Software ihm möglichst viele Arbeiten abnimmt. Die beste automatische Optimierung im Test bietet Photoshop Elements, aber auch die Automatiken von ACDSee, Corel Paint Shop Photo Pro, Magix Foto Premium und Zoner Photo Studio Pro und die der Gratisprogramme Google Picasa und Zoner Photo Studio Free liefern gute Ergebnisse auf einen Klick.

Gesichter automatisch erkennen

Wenn das Ergebnis der Auto-Optimierung nicht überzeugt oder komplexere Bildveränderungen anstehen, muss der Nutzer sein Bild manuell bearbeiten. Die vielseitigsten und besten Bearbeitungsmöglichkeiten bieten insgesamt Photoshop Elements, Corel Paint Shop Photo Pro und Zoner Photo Studio Professional. Google Picasa hat die beste Funktion zum Entfernen roter Augen bei Blitzlichtaufnahmen, bietet sonst aber kaum Möglichkeiten zur manuellen Bildbearbeitung.

Picasa kann bei der Bildarchivierung mit Kaufpaketen durchaus mithalten: Eine automatische Gesichtserkennung haben sonst nur die 89-Euro-Programme von Adobe und Magix. Die meisten anderen ermöglichen immerhin, Bilder von Hand mit Stichwortetiketten zu versehen. Insgesamt bietet Testsieger Adobe Photoshop Elements die umfangreichsten Archivierungs- und Präsentationsmöglichkeiten. Mit dem Adobe-Programm kann der Nutzer auch Fotoalben im drucktauglichen PDF-Format erstellen. Das können sonst nur Corel Paint Shop und Zoner Photo Studio Professional.

Gratisprogramme sparen Geld

Anspruchsvolle Sortier- und Bearbeitungsfunktionen stellen teilweise hohe Anforderungen an den PC. Besonders die Programme von Adobe, Corel und Magix brauchen viel Speicherplatz und relativ schnelle Prozessoren. Für betagtere PCs ist ACDSee sicher besser geeignet.

Wer kein Geld ausgeben will, findet die beste Komplettlösung in der Gratis-Version von Zoner Photo Studio. Oder er kombiniert Google Picasa für die Archivierung und die schnelle Bildoptimierung mit den vielseitigen Bearbeitungsmöglichkeiten des kostenlosen Gimp für aufwendigere manuelle Eingriffe. So erreicht man zwar nicht die Qualität und Vielseitigkeit der besten Kaufpakete, aber eine brauchbare Lösung für Gelegenheitsnutzer ist das allemal.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 02/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest
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