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Wissenschaft mal anders: Die skurrile Showeinlage des Richard Dawkins

Ein Biologe dreht auf: Auf einem Festival in Cannes liefert Richard Dawkins mitten in seinem Vortrag einen kuriosen Auftritt. Eine Showeinlage zu rein wissenschaftlichen Zwecken? Wohl kaum.

Von Linda Richter

Skurriler Auftritt: Richard Dawkins und die Mutation des Geistes

Er schockiert gern und nimmt selten ein Blatt vor den Mund: Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat sich in der Vergangenheit vor allem als scharfsinniger Atheist und Kreationismus-Gegner einen Namen gemacht. Schrille Showeinlagen gehörten nicht zum Repertoire des 72-Jährigen. Seit vergangener Woche ist das anders.

Mitten in seinem Vortrag über Internet-Meme zur Eröffnung des Werbefestivals "New Director’s Showcase" in Cannes verlässt er die Bühne. Die verwandelt sich in eine Leinwand, auf der Gehirne, Vögel und Körper in rosa, grüne und blaue Formen zerfließen. Passend zu dem kaleidoskopartigen Schauspiel dröhnt Elektromusik aus den Boxen. Den krönenden Abschluss liefert Dawkins selbst: Auf einem elektronischen Blasinstrument, einem so genannten Electronic Wind Instrument, spielt er die letzten Töne des psychedelischen Stücks.

Was will der Professor aus Oxford mit diesem Auftritt bewirken? Tatsächlich dient das, was an den Psychotrip eines durchgeknallten Akademikers erinnert, der Veranschaulichung seiner These. 1976 hatte Dawkins mit seinem populärwissenschaftlichen Bestseller „Das egoistische Gen“ das Konzept von Memen begründet. Darunter versteht er Ideen, die in einer Kultur über Jahrhunderte hinweg bewahrt werden. Meme sind Dawkins zufolge auf kultureller Ebene das, was Gene auf der biologischen Seite sind.

Die Mutation der Meme

Seit Dawkins Beschreibung hat der Begriff jedoch ein Eigenleben entwickelt. Internet-Meme bezeichnen heute Bilder oder Videos, die im Netz verbreitet und von anderen Nutzern imitiert und verändert werden. Sie sind mehr als Meme in Dawkins ursprünglichem Sinne. Er selbst beschreibt das seinen Zuhörern in seinem Vortrag so: "Das Konzept ist mutiert und hat sich in eine neue Richtung entwickelt." Internet-Meme seien eine Adaption der ursprünglichen Idee, die absichtlich kreativ verändert werden. „In manchen Fällen kann das die Form von authentisch kreativer Kunst annehmen", schließt er. "Aber kann man nicht sagen, dass Kunst an sich durch eine Mutation des Geistes entsteht?" Dann beginnt das Schauspiel.

Das Ziel des Clips, den die Veranstalter des Festivals auf Youtube veröffentlichten: Der spektakuläre Auftritt des Biologen soll selbst zum Hit werden. Internet-Magazine #Link;http://www.wired.co.uk/news/archive/2013-06/20/richard-dawkins-memes; wie Wired# und Gawker greifen es auf. Ein neues Dawkins-Meme scheint geboren. Damit kennt sich der Wissenschaftler aus. Neben einem Bild, das ihn mit Hermine aus "Harry Potter" vergleicht, gibt es seit ein paar Tagen zahlreiche weitere Videos auf Youtube über den Wissenschaftler.

Linda Richter
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.