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+++ Wahl-Ticker +++ Lucas erste grüne Abgeordnete


Es klingt wie aus der Zeit gefallen, aber tatsächlich zieht mit Caroline Lucas dieses Jahr erstmalig eine Grüne ins britische Parlament ein. Die rechte BNP unterliegt Labour in einem hart umkämpften Wahlkreis.

Die British National Party hat wider Erwarten nicht den Bezirk Barking gewonnen. Wie bereits 2005 geht der Wahlkreis an Labour, die zwei Prozentpunkte verloren haben. Befürchtungen, dass in einigen Teilen Großbritanniens rechte Protestparteien von der allgemeinen Politikverdrossenheit profitieren könnten, haben sich damit nicht bestätigt.

+++ Caroline Lucas wird Großbritanniens erste grüne Parlamentsabgeordnete werden. Sie hat den Wahlkreis Brighton Pavilion gewonnen. Lucas ist Vorsitzende der britischen Grünen.

+++ Vor einem Wahlbüro in Nordirland ist ein Fahrzeug mit einer Autobombe entdeckt worden. In dem geklauten Auto vor dem Templemore-Freizeitzentrum in Londonderry, der zweitgrößten Stadt Nordirlands, habe sich ein funktionsfähiger Sprengsatz befunden, teilte die Polizei mit. Das Freizeitzentrum, in dem die Stimmen der Wahlkreise Foyle und East Londonderry für das neue britische Unterhaus ausgezählt wurden, seien daher evakuiert worden. Die Wahlhelfer sowie Unterstützer verschiedener Parteien hätten das Gebäude verlassen müssen. Die Auszählung sei inzwischen fortgesetzt worden, der Parkplatz des Freizeitzentrums bleibe aber gesperrt, sagte eine Polizeisprecherin.

+++ Der britische Premierminister Gordon Brown hat seinen eigenen Wahlkreis im schottischen Kirkcaldy and Cowdenbeath mit einem Zugewinn von 5000 Stimmen und deutlichem Vorsprung gewonnen.

+++ Nach der britischen Unterhauswahl sind bei der Wahlkommission zahlreiche Beschwerden eingegangen, wonach hunderte Wähler wegen langer Schlangen vor den Wahllokalen ihre Stimme nicht abgeben konnten. Die Wahlkommission erklärte, sie sei "ernsthaft besorgt" über die Vorwürfe, und kündigte eine genaue Prüfung der Beschwerden an. Die Vorsitzende der Wahlkommission, Jenny Watson, sagte dem britischen Sender BBC, das derzeitige Wahlsystem stehe "kurz vor dem Bruch". In mehreren Wahlkreisen in London, aber auch in den Großstädten Sheffield, Manchester, Liverpool, Newcastle und Birmingham hatten sich Bürger beklagt, dass sie am Abend wegen langer Schlangen vor den Wahllokalen ihre Stimme nicht hätten abgeben können. Britische Medien berichteten, in London und in Vororten der Hauptstadt seien Wähler vor den Wahllokalen zurückgedrängt worden. Mehrfach sei die Polizei eingeschritten, um wütende Bürger zu beruhigen. In mehreren Wahllokalen kam es zu Verzögerungen, weil nicht genügend Stimmzettel vorhanden waren. Die Zuständigen hatten offenbar mit einer geringeren Wahlbeteiligung gerechnet. Mindestens ein Wahllokal wurde wegen der Panne eine Stunde lang geschlossen.


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