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Afghanische Soldaten vor Kriegsgericht 17 Tote nach Raketenangriff auf Hochzeitsfeier


Bei einem Raketenangriff auf eine afghanische Hochzeitsfeier sind 17 Menschen getötet worden. Der Anschlag wurde erst den Taliban zugeschrieben, doch nun wurden vier Soldaten verhaftet.

Kurz nach dem Ende des 13-jährigen Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan sind bei einem Raketenangriff auf eine Hochzeitsfeier 17 Zivilisten getötet worden, darunter viele Frauen und Kinder. Bei dem Einschlag in der Provinz Helmand in der Nacht zu Donnerstag seien zudem mindestens 45 Menschen verletzt worden, sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs, Omar Sawk.

Die Armee ermittelt nun gegen vier Soldaten. Sie werden beschuldigt, das Geschoss abgefeuert zu haben, sagte Mohammed Jan Rasoulyar, der stellvertretende Provinzgouverneur von Helmand am Freitag. Die von den Behörden beschuldigten Taliban hatten zuvor bereits bestritten, den Anschlag verübt zu haben.

Polizeiangaben zufolge war ein Armeeposten im Bezirk Sangin in Helmand von Extremisten beschossen worden. Als die Soldaten das Feuer erwiderten, traf ein Geschoss das Haus, in dem sich die Hochzeitsgesellschaft aufhielt. Die Schützen sollen vor ein Kriegsgericht gestellt werden, sagte Rasoulyar. Er gab die Zahl der Opfer mit 17 Toten und 53 Verletzten an. Augenzeugen sprachen von etwa 30 Toten.

In Sangin war es zuvor immer wieder zu Gefechten zwischen Taliban und afghanischer Armee gekommen. Der Distrikt gilt als eine der unsichersten Gegenden in der Provinz.

kgi/DPA/AFP DPA

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