Afghanistan Selbstmordattentäter töten 24 Menschen


Insgesamt 24 Menschen fallen zwei Selbstmordanschlägen in Afghanistan zum Opfer. Trotz der vermehrten Anschlägen sieht die Isaf keine erhöhte Gefahrenlage.

Zwei Selbstmordattentäter haben in Afghanistan insgesamt mindestens 24 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Bei dem ersten Anschlag in der südafghanischen Stadt Kandahar wurden neben dem Attentäter vier Afghanen getötet. Dem zweiten Selbstmordanschlag in der Provinz Kandahar fielen mindestens 20 afghanische Zivilisten zum Opfer. 20 weitere Zivilisten seien verletzt worden, sagte Provinzgouverneur Asadullah Chalid. Am Sonntag hatte ein Selbstmordattentäter ebenfalls in Kandahar den ranghöchsten kanadischen Diplomaten in Afghanistan, Glyn Berry, mit in den Tod gerissen.

Sicherheitslage nicht verschlechtert

Chalid machte das benachbarte Pakistan für den jüngsten Anschlag im Distrikt Spin Boldak verantwortlich. "Hinter dieser feigen und bösen Tat stecken Feinde Afghanistans, die in Pakistan ausgebildet, ausgerüstet und geschützt werden", sagte er.

In den vergangenen vier Monaten wurden in Afghanistan rund 25 Selbstmordanschläge verübt. Trotzdem beharrte die internationale Schutztruppe Isaf am Montag darauf, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan nicht verschlechtert habe. Bei einem der Selbstmordanschläge in der Hauptstadt Kabul kam im vergangenen November auch ein Bundeswehrsoldat ums Leben.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker