Anschlagsserie Erneut Explosion in der Türkei


Die Türkei kommt nicht zur Ruhe: In der Stadt Mersin am Mittelmeer ist bei einer Detonation in einem Mülleimer eine Passantin verletzt worden.

Nachdem in der Türkei bei Anschlägen in den vergangenen Tagen drei Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden, ist bei einer Explosion in der Stadt Mersin am östlichen Mittelmeer eine Passantin verletzt worden. Die Frau wurde am Arm verletzt, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Durch die Detonation in einem Müllcontainer wurden in der Umgebung Autos und Gebäude beschädigt. Im Zusammenhang mit der Explosion, deren Ursache noch nicht geklärt sei, sei eine Person festgenommen worden, hieß es weiter.

Hunderte Demonstranten haben am Mittwoch in Marmaris gegen die jüngste Anschlagswelle kurdischer Extremisten in türkischen Touristenzentren protestiert. Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, entstand die Kundgebung aus einer Feier zum Jahrestag einer 1922 zurückgeschlagenen Invasion britischer, französischer, griechischer und italienischer Truppen in Marmaris. Die Teilnehmer hätten antikurdische Parolen gerufen.

In dem beliebten Badeort waren am Sonntag bei einem Anschlag zehn Briten und elf Türken verletzt worden. Einen Tag später starben bei einem Anschlag im Touristenzentrum Antalya drei Menschen, 20 weitere - darunter drei Deutsche - wurden verletzt. Bei einem weiteren Anschlag in Istanbul wurden am Sonntag sechs Menschen verletzt. Zu den Anschlägen bekannten sich die kurdischen Freiheitsfalken, eine aus der verbotenen Organisation PKK hervorgegangene extremistische Gruppe. In einem Bekennerschreiben hieß es: "Wir haben versprochen, die Türkei in die Hölle zu verwandeln. Die Angst vor dem Tod wird überall in der Türkei herrschen."

AP AP

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