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Besuch in Pakistan: Clinton verspricht 500 Millionen Dollar für Hilfsprogramm

US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrem Besuch in Pakistan der Regierung in Islamabad mehr als 500 Millionen Dollar (385 Millionen Euro) für ein groß angelegtes Hilfsprogramm im Energie- und Wasserbereich zugesagt.

US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrem Besuch in Pakistan der Regierung in Islamabad mehr als 500 Millionen Dollar (385 Millionen Euro) für ein groß angelegtes Hilfsprogramm im Energie- und Wasserbereich zugesagt. Sie hoffe, dass die Hilfsprojekte "das Fundament für eine dauerhafte Partnerschaft" legen werden, sagte Clinton zum Auftakt von Gesprächen mit dem pakistanischen Außenminister Shah Mehmood Qureshi am Montag. Zugleich lobte die US-Außenministerin den Fortschritt in den bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Die Hilfsgelder sind für den Bau zweier Wasserkraftwerke und mehrerer Trinkwasser- und Bewässerungsprojekte vorgesehen und sollen zudem verhindern, dass sich eine antiamerikanische Stimmung in der Bevölkerung des von großer Armut geprägten Landes ausbreitet. Das Geld ist Teil eines 7,5-Millarden-Dollar-Pakets, das der US-Kongress im vergangenen Jahr mit dem Ziel gebilligt hatte, ein Gegengewicht zu radikalislamischen Kräften in Pakistan zu schaffen.

Beunruhigt äußerte sich Clinton bei ihrem Besuch in Islamabad über den geplanten Verkauf von zwei chinesischen Nuklearreaktoren an Pakistan. Die USA seien darüber "besorgt", sagte Clinton bei einer Pressekonferenz in Islamabad am Montag. Im April war laut einem Bericht der britischen Zeitung "Financial Times" bekannt geworden, dass unter der Leitung chinesischer Firmen in der Provinz Punjab an der Grenze zu Indien mindestens zwei neue Reaktoren entstehen sollten.

Lob fand die US-Außenministerin hingegen für ein Handelsabkommen, das Pakistan mit dem Nachbarland Afghanistan am Sonntag unterzeichnet hatte. Das Abkommen erlaubt Afghanistan künftig den Transport von Gütern nach Indien über Pakistan und soll die jährliche Handelsbilanz zwischen den Nachbarstaaten von jährlich rund 1,5 Millarden Dollar auf fünf Milliarden verbessern. Das Abkommen muss noch von den Parlamenten beider Länder ratifiziert werden. Die Regierung in Islamabad bezeichnete das Abkommen als "wichtigen Meilenstein" in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Am Montag reiste Clinton in die afghanische Hauptstadt Kabul weiter, wo am Dienstag erstmals eine internationale Afghanistan-Konferenz stattfindet. Dabei soll es unter anderem um einen Zeitplan für den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan gehen. Deutschland wird dort durch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) vertreten.

AFP / AFP