Bürgerkrieg in Syrien Der aufreibende Häuserkampf in Homs

Fast zwei Jahre lang war Homs "Hauptstadt der Revolution" für die Rebellen in Syrien. Nach wochenlangen blutigen Kämpfen ist das Viertel Chaldije wieder unter der Kontrolle der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad.
O-Ton Oberstleutnant der syrischen Armee: "Heckenschützen haben den Vormarsch unserer Truppen erschwert. Wir haben diese Planen gespannt, um ihnen die Sicht zu nehmen. Ohne die Heckenschützen und die Sprengfallen hätten wir nicht mehrere Wochen gebraucht, Chaldije unter Kontrolle zu bringen."
Die direkte Nachbarschaft ist immer noch unter Kontrolle der Rebellen, so auch die von Einschusslöchern gezeichnete berühmte Moschee, die dem Mamluken-Feldherrn Chalid ibn al-Walid geweiht ist.
Während sich die Regierungstruppen auf schwere Waffen und Angriffe aus der Luft stützen können, schießen die Rebellen aus dem Verborgenen. Sie bewegen sich durch Tunnel zwischen den Gebäuden, um die Regierungssoldaten dann aus ihren Verstecken heraus ins Visier zu nehmen.
O-Ton syrischer Soldat: "Wir haben Probleme, von diesem Eingang zu diesem zu kommen, weil ein Heckenschütze aus dieser Richtung feuert. Zwei tapfere Soldaten nehmen ihm mit einer Decke die Sicht, damit ihre Kameraden auf die andere Straßenseite kommen."
In Homs ist nun das Altstadtviertel die letzte Bastion der Aufständischen. Sie wollen bis zum letzten Mann für die Revolution kämpfen. "Wir geben nicht auf", sagt ein Aufständischer, der sich in der Altstadt verschanzt hält.
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Fast zwei Jahre galt Homs als "Hauptstadt der Revolution" in Syrien. Nach wochenlangen Kämpfen drängten Assad-Milizen die Rebellen aus vielen Vierteln. Doch diese wollen bis zum letzten Mann kämpfen.

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