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Konflikt um Spratly-Inseln: Chinas Marinechef warnt USA vor Krieg im Südchinesischen Meer

Nachdem der Konflikt um die Spratly-Inseln kürzlich wieder neu aufgeflammt ist, beginnt nun das Säbelrasseln. Chinas Marine warnt vor weiteren Schritten, die den Beginn von kriegerischen Auseinandersetzungen bedeuten könnten.

US-Marineschiffe bei Übung vor chinesischen Spratly-Inseln

Peking ist empört, weil der US-Zerstörer "Lassen" durch von China beanspruchte Gewässer im Spratly-Archipel gefahren ist

Der Chef der chinesischen Marine hat die USA im Streit über das Spratly-Archipel im Südchinesischen Meer vor weiteren Provokationen gewarnt. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass bereits "ein kleiner Vorfall zum Krieg führen könnte", sagte Admiral Wu Shengli chinesischen Angaben zufolge am Freitag in einer Videokonferenz seinem US-Kollegen Admiral John Richardson.

Die USA hatten in dieser Woche ein Kriegsschiff in die Zwölf-Meilen-Zone um eine der von China geschaffenen künstlichen Inseln des Archipels geschickt. Diese Inseln werden von den USA und Anrainerstaaten nicht anerkannt. Das chinesische Außenministerium warf den USA illegales Eindringen in chinesische Gewässer vor. Wu sagte, er hoffe, dass sich solche Vorfälle sich nicht wiederholten.

Die etwa auch von Vietnam und den Philippinen beanspruchte Inselgruppe liegt an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Zudem werden dort Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet.

lst/ Reuters
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