CHRONOLOGIE Nordirlands schwerer Weg zum Frieden

30 Jahre schon dauern die blutigen Auseinandersetzungen zwischen den katholischen Republikanern und den evangelischen Unionisten. 1993 wurde erstmals nach einer Friedenslösung gesucht, bisher erfolglos.

Nach 30 Jahren blutiger Konflikte zwischen den katholischen Republikanern und den protestantischen Anhängern der Union mit Großbritannien hatte 1993 in Nordirland die Suche nach einer friedlichen Lösung begonnen.

31. August 1994:

Die katholische Untergrundorganisation IRA ruft erstmals einen Waffenstillstand aus.

16. Mai 1997:

Die neue Labour-Regierung beginnt Gespräche mit Sinn Fein, dem politischen Flügel der IRA.

10. April 1998:

Protestanten und Katholiken unterzeichnen ein Friedensabkommen.

25. Juni 1998:

Wahlen zum neuen nordirischen Regionalparlament.

15. August 1998:

29 Tote und 350 Verletzte bei Bombenexplosion in Omagh. Die Splittergruppe »Wahre IRA« ekennt sich zu der Tat.

10. September 1998:

Erstes Treffen der ehemaligen »Erzfeinde« Gerry Adams, Präsident von Sinn Fein, und David Trimble, Chef der Unionistenpartei UUP.

11. September 1998:

Erste Terroristen werden aus den Gefängnissen entlassen.

16. Oktober 1998:

Friedensnobelpreis für den Unionisten Trimble und den gemäßigten katholischen Nationalisten John Hume.

29. November 1999:

Die erste katholisch-protestantische Regionalregierung in der Geschichte Nordirlands wird ernannt. Erster Minister wird UUP-Chef Trimble.

2. Dezember 1999:

Nordirland wird nach 27 Jahren unter direkter britischer Herrschaft wieder autonom. Die Regionalregierung nimmt ihre Arbeit auf.

01. Juli 2001:

Trimble tritt aus Protest gegen die ausbleibende Entwaffnung der IRA als Regierungschef zurück.

23. Oktober 2001:

Die internationale Entwaffnungskommission bestätigt, dass die IRA einen Teil ihrer Waffen abgegeben hat.

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