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Wegen Grenzverlauf Kurios: Grenzstadt muss Corona-Regeln aus zwei Ländern beachten

Sehen Sie im Video: Grenzstadt muss zwei unterschiedliche Corona-Regeln befolgen.




Es sieht aus wie eine ganz normale Kleinstadt. Doch in Baarle-Hertog und Baarle-Nassau gibt es ein Problem: die Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden. "Wir haben hier auf dem Boden die Grenze. Da ist Belgien und hier die Niederlande. Da entlang verläuft die Grenze. Es sind wirklich zwei Länder. Früher haben wir dort gesessen, aber nun habe ich alle Stühle auf die niederländische Seite gestellt, damit wir keine Masken tragen müssen." Denn wegen des Grenzverlaufs gelten in Baarle unterschiedliche Corona-Regeln. Was normalerweise Touristen anlockt, wird in Zeiten der Corona-Pandemie zum Problem. "Unsere Feuerwehr haben wir gemeinsam. Alles, was gemeinsam geht, machen wir auch gemeinsam. Andere Dinge nicht: Es gibt zwei Rathäuser, zwei Kirchen und zwei Postämter. Das ist getrennt. Es ist also kurios, das zu sehen. Für mich ist das nicht kompliziert, aber für die Leute schon. Die verstehen das nicht. Sie sehen, was man in Baarle-Nassau darf, auf der anderen Seite tragen in Belgien alle eine Maske. Kein Problem. Am Schwierigsten ist es aber für Cafés und Einzelhändler. Denn wir sind eine Touristenregion. Die Touristen kommen aber nicht mehr, weil sie keine Maske tragen wollen." 
Leute, die in meinen Shop kommen, verstehen nicht, ob sie eine Maske tragen müssen oder nicht. Also muss ich erklären, wenn ich diese Tür öffne, dass Leute beim Reinkommen eine Maske tragen müssen. 
In diesem Café auf der niederländischen Seite läuft der Betrieb dagegen offenbar normal.
"Ja, ich habe die Grenze. Ich bin froh, dass sie nicht in der Mitte meines Ladens verläuft. Ein kleiner Teil ist belgisch, der größere Teil gehört zu den Niederlanden, sodass ich ohne meine Maske herumlaufen kann. Hierher gehe ich nicht mehr."
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Während Baarle-Hertog in Belgien liegt, gehört Baarle-Nassau zu den Niederlanden. In Zeiten der Corona-Pandemie hat der Grenzverlauf sehr kuriose Folgen für die Exklave.

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