HOME

Guerilla-Aktion in Washington: Künstler macht Trump-Hotel zum "Shithole" - Kack-Emojis inklusive

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Tirade über "Drecksloch-Länder" für Empörung gesorgt. Nun wurde das Trump-Hotel in Washington selbst zum "Shithole".

Trump Shithole Hotel

Das Trump International Hotel in Washington am Samstag

Donald Trumps "Drecksloch"-Affäre sorgt für Proteste auf höchster Ebene: 54 afrikanische Länder protestierten am Samstag offiziell gegen den Ausspruch des US-Präsidenten und verlangten eine Entschuldigung. Trump soll bei einer Besprechung zur Einwanderungsreform gefragt haben, warum so viele Menschen aus "shithole countries" in die USA kämen.

Ein Videokünstler hat nun Donald Trumps Worte öffentlichkeitswirksam gegen ihn selbst verwendet. Über dem Eingang des Trump International Hotel in Washington prangte am Samstag der Schriftzug "SHITHOLE", projiziert von der gegenüberliegenden Straßenseite. "Sie brauchen einen Ort zum Übernachten? Testen Sie unser Drecksloch. Dieser Ort ist ein Drecksloch", konnte man ebenfalls auf der Fassade des Hotels lesen. Dazu tanzten auf jede Menge Kack-Emojis auf der Hausfront. 

Videokünstler einschlägig bekannt

Die Guerilla-Aktion geht auf das Konto des Videokünstlers Robin Bell, der bereits mit ähnlichen Aktionen aufgefallen ist. Im Mai vergangenen Jahres projizierte er auf das Gebäude des Justizministeriums den Schriftzug "Ich dachte, der Ku-Klux-Klan sei okay, bis ich erfahren habe, dass er Gras raucht" - ein Satz, den Trumps Justizminister Jeff Sessions tatsächlich in den 80er Jahren gesagt hatte. Sessions behauptete später aber, die Aussage sei ein Scherz gewesen.

Auch das Trump-Hotel in Washington nahm Bell vergangenes Jahr bereits einmal ins Visier. "Zahlen Sie Ihr Trump-Bestechungsgeld hier", hieß es damals über dem Eingang des Hotels. Diesen Satz nahm Bell auch diesmal in seine Botschaft auf. Außerdem rief er zum Widerstand gegen Trumps-Politik auf. "Das ist nicht normal. Bleibt wachsam. #Resist. Der Präsident lenkt uns von einer Politik ab, die uns schadet."

Trump selbst hat bestritten, die Formulierung "shithole countries" benutzt zu haben. Er spricht lediglich von einer harten Sprache. Mehrere Teilnehmer der Besprechung Trumps mit Parlamentariern hatten den Wortlaut gegenüber verschiedenen US-Medien berichtet. Der bei dem Treffen anwesende demokratische Senator Dick Durbin bezeichnete Trumps Worte als "hasserfüllt, widerwärtig und rassistisch". 

bak