HOME

Gekonnter Gegenangriff: Trump will die "NY Times" verklagen - so schlagfertig reagiert die Zeitung

Hemmungslos wettert Trump gegen die "New York Times" und droht, das Blatt für die letzte Enthüllungsgeschichte zu verklagen. Doch die geht zum Gegenangriff über.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Florida wetterte Donald Trump gegen die "New York Times"

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Florida wetterte Donald Trump gegen die "New York Times"

Die Redakteure der "New York Times" gehören wohl nicht zum Fanclub von Donald Trump. Immer wieder veröffentlicht die Zeitung diskreditierende Enthüllungsgeschichten über den republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Der neueste Coup: Ein investigativer Bericht über zwei Frauen, die Trump vorwerfen, sie sexuell belästigt zu haben. 

Kein Wunder, dass der Skandalpolitiker nicht gerade gut auf das Blatt zu sprechen ist. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Florida teilte er heftig gegen die "New York Times" aus. "Die Anschuldigungen sind eine einzige Erfindung", polterte Trump. Die Reportage bezeichnete er als eine "lächerliche Erzählung". Die Autoren hätten längst gefeuert werden müssen.

Der Immobilienmogul wähnt sich in einem Krieg mit den Medien. "Dies ist Teil einer konzertierten Aktion, die von der New York Times und anderen durchgeführt wird", wetterte der 70-Jährige. Das renommierte Blatt suche verzweifelt nach Aufmerksamkeit, um überhaupt überleben zu können.

Offene Herausforderung an Donald Trump

Für die neuen Anschuldigungen wolle er die "New York Times" verklagen, verkündete Trump. Die Tageszeitung reagierte mit einem gepfefferten Anwaltsschreiben:

"Herr Trump hat sich mit seinen nicht einvernehmlichen, sexuellen Übergriffen auf Frauen gebrüstet. Er hat damit geprahlt, auf Schönheitswettbewerben Teilnehmerinnen in Umkleidekabinen nachzustellen. Er war damit einverstanden, dass ein Radiomoderator seine eigene Tochter als ein "Stück Arsch" bezeichnete. [...] Nichts in unserem Artikel hat auch nur die geringste Auswirkung auf das Image von Herrn Trump, das er durch seine eigenen Worte und Handlungen bereits selbst geschaffen hat."

Das Schreiben schloss die Zeitung mit einer offenen Herausforderung ab:

"Wenn Herr Trump anderer Meinung ist, wenn er davon überzeugt ist, dass amerikanische Bürger kein Recht haben, zu hören, was die Frauen zu sagen hatten, und das Gesetz dieses Landes uns und diejenigen, die es gewagt haben, ihn zu kritisieren, dazu zwinge, still zu sein oder bestraft zu werden, dann begrüßen wir die Möglichkeit, ihm durch ein Gericht den Kopf zurechtzurücken."

Michelle Obama spricht über die frauenfeindlichen Äußerungen Trumps


ivi