Verurteilter Straftäter Honduras' Ex-Präsident sitzt in Haft und Donald Trump will das ändern

Honduras' Ex-Präsident Juan Orlando Hernández im Jahr 2016 Donald Trump
Honduras' Ex-Präsident Juan Orlando Hernández (hier 2016) sitzt eigentlich in Haft. Das möchte US-Präsident Donald Trump gerne ändern 
© CARLOS MEJIA/EL UNIVERSAL / Imago Images
US-Präsident Donald Trump mischt sich in den Präsidentschaftswahlkampf in Honduras ein und gibt und eine Wahlempfehlung ab. Einen Ex-Präsidenten will er aus dem Gefängnis holen.

In Honduras steht bald die Präsidentschaftswahl an. In dem Zusammenhang hat US-Präsident Donald Trump nun die Begnadigung des in den USA wegen Drogenhandels einsitzenden rechten Ex-Präsidenten Juan Orlando Hernández angekündigt. Zugleich versprach er US-Unterstützung für den Fall, dass der rechte Kandidat Nasry "Tito" Asfura gewählt wird, der für die Nationalpartei des Ex-Präsidenten Hernández antritt. 

Wenn der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa gewinne, könne Honduras auf die Unterstützung der USA setzen, wenn nicht, würde Washington kein Geld verschwenden, schrieb Trump in zwei langen Posts auf seiner Plattform Truth Social. 

Drei aussichtsreiche Kandidaten in Honduras

In dem mittelamerikanischen Land mit elf Millionen Einwohnern gibt es drei aussichtsreiche Hauptbewerber für die Präsidentschaft. Für die linke Regierungspartei Libre tritt die frühere Finanz- und Verteidigungsministerin Rixi Moncada an. Die aussichtsreichsten Oppositionskandidaten sind Asfura sowie Salvador Nasralla von der Liberalen Partei.

Trump schrieb, "Tito und ich können gemeinsam gegen die Narko-Kommunisten kämpfen und den Menschen in Honduras die dringend benötigte Hilfe zukommen lassen. Mit Moncada und den Kommunisten kann ich nicht zusammenarbeiten, und Nasralla ist kein verlässlicher Partner für die Freiheit und nicht vertrauenswürdig."

Reporterin korrigiert Trump – Präsident pöbelt los
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Ex-Präsident soll Honduras zum Drogenstaat gemacht haben

Der in den USA einsitzende Hernández war zwischen 2014 und 2022 Präsident von Honduras. Kurz nach Ende seiner Amtszeit wurde er in die USA ausgeliefert. Der Anklage zufolge soll er Honduras zum "Drogen-Staat" gemacht haben, um die Institutionen des Landes zu korrumpieren und sich zu bereichern. 

Der konservative Politiker soll Drogenschmugglern – darunter auch dem inzwischen in den USA in Haft sitzenden mexikanischen Ex-Kartellchef Joaquín "El Chapo" Guzmán – geholfen haben, Hunderttausende Kilogramm Kokain über Honduras in Richtung USA geschleust zu haben.

Donald Trump sieht Ex-Präsidenten unfair behandelt 

Trump, der gerade Venezuela ins Visier genommen hat, weil er Präsident Nicolás Maduro Drogengeschäfte vorwirft, schrieb weiter, Hernandez sei nach Meinung vieler Menschen, die er sehr schätze, "sehr hart und unfair behandelt" worden. Deshalb werde er ihm eine vollständige und umfassende Begnadigung gewähren. 

DPA
geo

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