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Visite bei Haushaltsgerätehersteller Trump schwärmt von alten Glühbirnen - und zeigt ein bisschen Selbstironie

Donald Trump spricht zu Angestellten des Haushaltsgerätehersteller Whirlpool
Der Mann, dessen Teint sich der Umgebung anpasst: Donald Trump während des Besuchs eines Whirlpool-Werks in Ohio. Dort schwärmte er von alten Glühbirnen, die seinen Teint "nicht so orange" wirken lassen.
© Tony Dejak / AP / DPA
"The orange man" - so wird Donald Trump häufig wegen seines oft unnatürlich wirkenden Teints verspottet. Der US-Präsident ist sich dessen offenbar sehr wohl bewusst - und ist nicht zuletzt aus diesem Grund ein Fan der guten alten Glühbirne.

US-Präsident Donald Trump findet sich im Licht klassischer Glühbirnen schöner als bei modernen Energiesparlampen. "Ich mag sie besonders, weil ich nicht so orangefarben aussehe", sagte der 74-Jährige bei einer Rede vor Angestellten eines namhaften Haushaltsgeräteherstellers - und überrascht so mit einem Anflug von Selbstironie.

"Ihr seid alle schöne Leute, aber ihr habt mit der alten Glühbirne besser ausgesehen als mit den furchtbaren neuen Glühbirnen", so Trump im US-Bundesstaat Ohio. "Ich mag diesen Look nicht", sagte er mit Blick auf das Licht energieeffizienter Lampen.

Donald Trump: Energiesparlampen umweltschädlich

Seine Regierung hatte schon vor einiger Zeit eine Verordnung kassiert, die den Verkauf der eher verschwenderischen Birnen mit Glühdraht - ähnlich wie in der EU - weitestgehend verboten hätte. Trump behauptet stattdessen, Energiesparlampen seien schädlich für die Umwelt. 

Für seinen unnatürlich wirkenden Teint wird der Republikaner immer wieder verspottet. Er hat zum Beispiel wiederholt erklärt, er halte Pressekonferenzen lieber im Freien ab, weil er bei natürlichem Licht besser aussehe.

"So viel Wasser, dass wir nicht wissen, was wir damit tun sollen"

Während des Besuches bei dem Hersteller von Wasch- und Spülmaschinen kritisierte Trump auch Wasserschutz-Restriktionen. Diese seien mal von Menschen eingeführt worden, "die nichts vom Leben verstehen". "Ich habe mich immer gefragt: Was soll das? In den meisten Staaten, abgesehen von Wüstengebieten, haben wir so viel Wasser, dass wir nicht wissen, was mir damit tun sollen, oder? Eine Menge Staaten, Ihr Staat (Ohio, Anm. d. Red.) viel Wasser, nicht wahr."

Er habe die Restriktionen aufgehoben und Regularien erlassen, die "Ihren Spülmaschinen viel mehr Wasser geben. Das schließt übrigens Ihre Waschmaschinen ein." Dann holte er sich einen Lacher beim Publikum ab: "Sie brauchen nicht so viel Wasser für Ihre Trockner." Trump vertrat die Theorie, dass mehr Wasser verbraucht werde, wenn es nicht ausreichend zur Verfügung stehe als wenn man mit "einem Druck auf den Knopf" sein Gerät versorgen könne. Genauso sei es bei Toiletten oder Duschen. Die meisten Leute würden mit Wasser-Restriktionen genauso viel Wasser verbrauchen wie ohne, nur bräuchten sie dafür deutlich länger.

Trink- und Nutzwasser gilt weltweit als schwindende Ressource. Der Klimawandel mit höheren Temperaturen (Verdunstung), längeren Dürren und anhaltender Trockenheit sowie Wasserverschwendung in Haushalten und Betrieben gelten als die wichtigsten Gründe. Die USA zählen zu den Staaten mit besonders hohem Pro-Kopf-Verbrauch.

dho mit DPA

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