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"Kein Talent, wird rausfliegen" Trump schüttet auf Twitter seinen Hass aus - diesmal trifft's einen Chefredakteur

Die Vanity Fair geht hart mit Donald Trump ins Gericht. Der zukünftige US-Präsident lässt das nicht auf sich sitzen - und zieht auf Twitter über das Magazin her.

Donald Trump twittert weiter fleißig als sei er noch im Wahlkampf-Modus. In seinem jüngsten Rant bekommt mal wieder ein Magazin seinen Hass ab. "Hat sich irgendwer die wirklich armseligen Zahlen der Vanity Fair angeschaut. Ganz unten, großer Ärger, tot! Graydon Carter, kein Talent, wird rausfliegen", tippte Trump in seinen Twitter-Account ein. 

Okay. Ein Chefredakteur wird also rausfliegen. Weil der zukünftige Präsident der Vereinigten Staaten es so will. So weit, so klar in der Logik des Donald Trump. Bleibt nur die Frage: Warum das Ganze?

"Das Magazin, von dem Donald Trump nicht will, dass Sie es lesen"

Die Vanity Fair aus dem Verlag Condé Nast stellt sich gerne gegen Trump. Das äußern sie gleich mehrfach auf unterschiedliche Weise. Zunächst ist da dieser Slogan, der Leser werben soll: "Das Magazin, von dem Trump nicht will, dass Sie es lesen. Abonnieren Sie jetzt!". Dann ist da eine Restaurantkritik im aktuellen Heft, die die Überschrift trägt: "Trump Grill könnte das schlechteste Restaurant in den USA sein. Und es verrät alles, was Sie über unseren nächsten Präsidenten wissen müssen." Der größte Aufreger für Trump dürfte allerdings das aktuelle Editorial des Magazins sein. Darin nimmt der von Trump als so talentfrei dargestellte Chef Graydon Carter klar Stellung zum neuen US-Präsidenten.

Carter ändert die Zeilen des Songs "Only in America" von Jay & The Americans ab - und bezieht alles auf Donald Trump. So schreibt Carter: "Nur in Amerika könnte ein Mann, der damit prahlt, Frauen gegen den Willen zu begrapschen und zu küssen, 53 Prozent der Stimmen der weißen Frauen gewinnen". Oder: "Nur in Amerika könnte ein Mann, der eine Ausgabe von Hitlers Reden auf dem Nachttisch liegen hat, die zweitgrößte jüdische Bevölkerung der Welt regieren."

Eigentlich klar, dass Trump das nicht gefällt. Nur daran, dass ein US-Präsident gegen Medien-Kritik jetzt jeden zweiten Tag selbst mit schlechtem Stil antwortet, daran wird wird man sich wohl gewöhnen müssen.

feh

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