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Effektlose Waffenruhe in Syrien: Mehrere Tote nach Anschlag in Damaskus

Vier Tage sollte die ausgehandelte Waffenruhe in Syrien anhalten - trotzdem wurde jeden Tag geschossen. Am Montag starben mehrere Menschen in Damaskus durch eine Autobombe.

In Damaskus sind nach einem Bericht des syrischen Staatsfernsehens bei der Explosion einer Autobombe am Montag mindestens zehn Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien Frauen und Kinder. Verantwortlich für den Anschlag im Stadtteil Dscharamana seien Terroristen, berichtete das Staatsfernsehen und verwandte damit den Begriff, mit dem die Führung um Machthaber Baschar al Assad die Aufständischen bezeichnet. Die Bombe sei vor einer Bäckerei detoniert. Dscharamana ist Anwohnern zufolge in der Hand der Regierungstruppen, hauptsächlich wird der Stadtteil von Christen und christlichen Drusen bewohnt. Assad versucht seit rund eineinhalb Jahren, einen Aufstand niederzuschlagen.

Der Montag ist der letzte Tag einer von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenruhe während des islamischen Opferfestes. Allerdings wurde die Waffenruhe auch an diesem Tag gebrochen. Nach Darstellung der Opposition bombardierte die Luftwaffe Rebellenstellungen in einem Vorort von Damaskus. Die Kampfflugzeuge hätten das Wohngebiet Harat al Schwam angegriffen, das nur wenige Kilometer östlich der Hauptstadt liegt, berichteten Aktivisten.

ono/Reuters / Reuters
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