VG-Wort Pixel

Eskalation in Israel Zahl der Toten im Gazastreifen steigt auf 75


Über 320 Ziele im Gazastreifen wurden in der Nacht zum Donnerstag angegriffen. Die israelische Armee tötete dabei 17 Menschen. Radikale Palästinenser feuerten Richtung Tel Aviv und Jerusalem zurück.

Die Zahl der getöteten Palästinenser bei der israelischen Luftoffensive im Gazastreifen ist auf 75 gestiegen. Dies berichtete der palästinensische Rundfunk am Donnerstag. Damit wurden allein in der Nacht zu Donnerstag 17 Menschen getötet.

Etwa zwei Drittel der Toten seien Kinder, Frauen und unbeteiligte Zivilisten, hieß es zuvor. Drei militante Palästinenser seien am Donnerstagmorgen in der Stadt Gaza bei einem gezielten Angriff auf ein Fahrzeug getötet worden. In der Stadt Chan Junis kamen nach palästinensischen Berichten drei Frauen und vier Kinder bei der Bombardierung eines Gebäudes ums Leben. Sieben Menschen seien getötet worden, als sie in einem Café die Fußballweltmeisterschaft verfolgten, hieß es.

322 Ziele im Gazastreifen angegriffen

Die israelische Armee habe in der Nacht zu Donnerstag mehr 322 Ziele der palästinensischen Hamas-Bewegung im Gazastreifen angegriffen, sagte Armeesprecher Peter Lerner am Donnerstagmorgen. Damit habe es seit Beginn der Operation "Schutzrand" Angriffe auf 750 Ziele in dem Küstengebiet gegeben. Betroffen waren demnach Raketenabschussstellungen, Tunnel und Kommandozentralen der Hamas. Der Einsatz werde fortgesetzt und auch eine Bodenoffensive bleibe eine Option.

Die Hamas und andere radikale Palästinensergruppen feuerten knapp 300 Raketen auf Südisrael, davon neun in der Nacht zu Donnerstag. Mehrere kamen bis nach Tel Aviv und Jerusalem, Opfer gab es jedoch keine.

awö/DPA/AFP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker