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Eurokrise: Zypern dementiert weitere Zwangsabgabe

Per SMS und E-Mail soll die Schreckensnachricht über einer weiteren Zwangsabgabe der Genossenschaftsbanken verbreitet worden sein. Das Finanzministerium wies das Gerücht nun vehement zurück.

Das zyprische Finanzministerium hat Spekulationen über weitere Abschläge auf Bankguthaben kategorisch zurückgewiesen. In den vergangenen Tagen hatte die per SMS und E-Mail im Land verbreitete Behauptung die Runde gemacht, wonach auch die Einlagen in den Genossenschaftsbanken von einer Zwangsabgabe betroffen seien. Zyprische Medien berichten, dass es zu einem Ansturm auf die Genossenschaftsbanken gekommen sei.

Ein Rückgriff auf diese Einlagen zur Rettung der angeschlagenen zyprischen Banken habe in den Diskussionen mit den internationalen Geldgebern niemals zur Debatte gestanden, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums vom Freitag. Dank der vereinbarten Maßnahmen sei das Bankensystem Zyperns auf dem Weg der Stabilisierung und Gesundung. "Das Finanzministerium fordert die Öffentlichkeit auf, haltlosen Gerüchten, die nur den Zweck haben, dem Bankensystem in Zypern zu schaden, keinen Glauben zu schenken", hieß es.

Eine ähnliche Mitteilung gab auch die Zentralbank Zyperns heraus. Der Direktor der zentralen Genossenschaftsbank, Erotokritos Chlorakiotis, hatte die Gerüchte am Freitag im zyprischen Privatsender "Sigma TV" ebenfalls dementiert.

ds/DPA / DPA
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