Flugsicherheit Kein EU-Verbot für Flüssigkeiten


Die Europäische Kommission hat beschlossen, Flüssigkeiten in geringen Mengen auf Flugreisen zuzulassen. Nach der Sicherheitskontrolle sollen Cremes und Zahnpasta in Plastiktüten versiegelt werden.

Flugreisende in der Europäischen Union dürfen trotz Terror-Gefahren weiter begrenzt Flüssigkeiten und Cremes im Handgepäck mit an Bord nehmen. Die europäische Einzelhändler-Vereinigung an Flughäfen (ETRC) begrüßte in Brüssel einen entsprechenden Beschluss der EU-Staaten vom Vorabend.

Die EU-Kommission will im Laufe der kommenden Woche einen offiziellen Beschluss fassen lassen, damit die Regelungen im November in Kraft treten können. Die britischen Behörden hatten im August nach eigenen Angaben Anschläge auf mehrere Flugzeuge vereitelt. Dabei sollte Flüssigsprengstoff eingesetzt werden.

Einzelhändler: quasi keine Änderung

Vorgesehen ist, dass in einen Behälter nicht mehr als 0,1 Liter passen. Es dürfen nur so viele Behälter mitgenommen werden, wie in eine mehrfach versiegelbare Plastiktüte mit einem Volumen von einem Liter passen.

Die Einzelhändler-Vereinigung hob hervor, dass sich für die Fluggäste nach Passieren der Sicherheitskontrollen quasi nichts ändere. Bringen Passagiere bereits gekaufte Flüssigkeiten, Cremes, Zahnpasta oder ähnliches mit, werden diese nach einer Sicherheitskontrolle in einer Tüte versiegelt. Das werde an allen Flughäfen in der EU akzeptiert.

Die EU-Staaten einigten sich zudem darauf, andere Sicherheitsmaßnahmen verbindlich auf EU-Flughäfen einzuführen. So soll der Umfang des Handgepäcks beschränkt werden. Passagiere werden nach den Plänen verpflichtet, Mäntel und Jacken an den Sicherheitskontrollen auszuziehen. Tragbare Computer und andere elektronische Geräte sollen dort zudem separat durchleuchtet werden.

DPA DPA

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