Gaza-Streifen EU-Beobachter schließen Grenzübergang


Erst vor kurzem wurde der Grenzübergang zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten eröffnet, nun wird er wieder geschlossen. Nach palästinensischen Protesten sind die EU-Beobachter abgezogen.

Nach einer Blockade durch palästinensische Polizisten ist der Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen am Freitag bis auf weiteres geschlossen worden. Augenzeugen zufolge hatten die Polizisten - unterstützt von bewaffneten Anhängern der Fatah-Bewegung - Fahrzeuge daran gehindert, den Kontrollpunkt in Rafah zu passieren.

Sie hätten erklärt, dies sei die Reaktion auf einen Zwischenfall vom Vortag, als an der selben Stelle ein Polizist bei einer Schießerei getötet worden war. Ein Sprecher der in Rafah stationierten EU-Beobachter erklärte, sie hätten den Grenzübergang verlassen und seien inzwischen in Israel. Vertreter der palästinensischen Behörden führten derzeit Gespräche mit den Polizisten.

EU-Beobachter wegen israelischer Sicherheitsbedenken

Den Regelungen nach muss Rafah bei einem Abzug der Vertreter der Europäischen Union (EU) geschlossen werden. Die Beobachter sollten den israelischen Sicherheitsbedenken Rechnung tragen. Die Regierung von Ministerpräsident Ariel Scharon befürchtet, dass über den Grenzübergang ausländische Kämpfer in den Gaza-Streifen gelangen könnten. Rafah war erst im vergangenen Monat unter US-Vermittlung eröffnet worden. Die Grenzöffnung ermöglichte es den Palästinensern erstmals seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967, den Küstenstreifen ohne direkte israelische Kontrolle verlassen zu können.

Reuters Reuters

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