Iran Oppositionsführer Karubi entkommt Anschlag


Irans Ex-Parlamentspräsident Mehdi Karubi hat sein Leben möglicherweise nur seiner gepanzerten Limousine zu verdanken: In Kaswin wurde der Oppositionsführer nach Angaben seiner Partei von hunderten Milizionären bedrängt. Als er mit dem Wagen davonfuhr, fielen Schüsse.

Auf das Auto des iranischen Oppositionsführers Mehdi Karubi sind am Freitag Schüsse abgefeuert worden. Da es sich um ein gepanzertes Fahrzeug handele, seien nur die Fensterscheiben beschädigt worden, teilte die Partei des früheren Parlamentspräsidenten auf ihrer Internetseite Sahamnews.org. mit.

Das Auto wurde den Angaben zufolge in der nordiranischen Stadt Kaswin beschossen. Karubi habe dort an einer Trauerfeier für einen bei Protesten getöteten Oppositionellen teilgenommen. Die Zeremonie sei von einem reformorientierten Ex-Parlamentsabgeordneten organisiert worden. Zunächst hätten rund 500 Mitglieder der Bassidsch-Miliz und Bewohner von Nachbardörfern das Haus, in dem Karubi sich aufgehalten habe, umstellt, mit Steinen beworfen und Fensterscheiben zertrümmert, hieß es in der Erklärung weiter. Nach vier Stunden habe schließlich die Polizei eingegriffen, um Karubi aus dem Haus zu geleiten. "Als sein Auto abfuhr, wurde es angegriffen und von Kugeln getroffen." Von offizieller Seite gab es zunächst keine Informationen über den Zwischenfall.

AFP AFP

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