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Jagd auf Buckelwale erlaubt: Grönländische Ureinwohner setzen sich gegen Tierschützer durch

Die grönländischen Ureinwohner haben auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) einen jahrelangen Streit mit Tierschützern für sich entschieden. Sie setzten am Freitag die Forderung durch, bald auch einige der bedrohten Buckelwale jagen zu dürfen.

Die grönländischen Ureinwohner haben auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) einen jahrelangen Streit mit Tierschützern für sich entschieden. Sie setzten am Freitag die Forderung durch, bald auch einige der bedrohten Buckelwale jagen zu dürfen. Die Entscheidung fiel zum Ende der fünftägigen IWC-Tagung in Agadir in Marokko. Dabei war es wieder nicht gelungen, den seit Jahren schwelenden Streit über die kommerzielle Waljagd beizulegen. Eine Entscheidung wurde auf nächstes Jahr verschoben.

Die Grönländer und Ureinwohner aus drei weiteren Ländern dürfen Wale jagen, um ihre traditionelle Kultur aufrechtzuerhalten. Es gelten aber strenge Quoten, die alle fünf Jahre überprüft werden. Die Grönländer dürfen mehr als 200 Zwergwale, aber auch 19 der bedrohten Finnwale jagen. Seit drei Jahren kämpften sie darum, dass ihnen auch die Jagd auf Buckelwale erlaubt wird. Dänemark, wozu Grönland gehört, bot nun an, neun Finnwale gegen neun Buckelwale in der Quote zu tauschen. Die USA, deren Ureinwohner auch das Recht zur Waljagd haben, unterstützten dies.

APN / APN
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