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Kanzlerreise nach China: Rindersamen und Führerscheine im Gepäck

Als Vertriebschef für Fernost zieht es Kanzler Gerhard Schröder erneut ins Reich der Mitte. Einen Parcours der Peinlichkeiten, wie bei der letzten Reise, soll es diesmal nicht geben.

Bald braucht Gerhard Schröder nur noch per Krisen-Hotline zum Hörer greifen, will er mit Chinas Führern rasch ein Problem regeln. Die endgültige Freischaltung des «roten Telefons» zwischen Berlin und Peking gehört zum Beiwerk der zahlreichen Vereinbarungen, die der Bundeskanzler in den kommenden Tagen in Chinas Hauptstadt in Empfang nehmen will.

Als Vertriebschef für Fernost zieht es den bekennenden "Cheflobbyisten" für deutsche Wirtschaftsanliegen erneut ins Reich der Mitte. Kein Land außerhalb der EU hat er so oft besucht. Das Versprechen, mindestens einmal im Jahr dort Station zu machen, hat er bislang eingehalten. Die jüngste China-Tour vor genau einem Jahr möchte man im Kanzleramt zwar am liebsten vergessen: Der voreilig angebotene Verkauf der Hanauer Plutonium-Fabrik, die Forderung nach Aufhebung des EU-Waffenembargos, dazu recht sparsame Worte zur Menschenrechtslage in China trieben damals zu Hause den Grünen- Koalitionspartner und auch Teile der SPD auf die Barrikaden.

Solche Missklänge soll es beim sechsten Kanzler-Besuch nicht geben. Im Chinesischen gilt die 6 nämlich als ausgesprochene Glückszahl und als Symbol für Langlebigkeit. Durchaus eindrucksvoll ist jedenfalls die lange Bestellliste, mit der der Kanzler auch daheim Eindruck machen will.

Für jeden etwas im Angebot

Sie reicht von Großaufträgen für Airbus-Flugzeuge und Siemens- Lokomotiven bis hin zum Import von deutschen Rindersamen für chinesische Bullen. Ein Fahrlehrer aus Schröders Heimatstadt Hannover unterzeichnet einen Vertrag, um möglichst vielen der 1,3 Milliarden Chinesen theoretische Fahrkünste nach deutschen Regeln beizubringen. Dazu gibt es künftig auch die weltweit größte Autozeitschrift «Auto- Bild» auf Chinesisch. Eingeplant sind 400 Millionen Leser.

Doch trotz aller Euphorie über die Bestellungen aus dem Boomland in Fernost kann sich die deutsche Industrie nicht länger auf ihrem Vorsprung als größter Handelspartner Chinas in Europa ausruhen. Die Konkurrenz holt kräftig auf. Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac kam etwa im Oktober mit Aufträgen im Wert von vier Milliarden Euro aus Peking zurück, was Schröders Delegation wohl kaum toppen dürfte.

Deutschland verliert Boden

Erstmals seit 15 Jahren hat der deutsche China-Exportboom einen Dämpfer erhalten. Nach regelmäßigen Wachstumsraten von über 25 Prozent gingen im dritten Quartal 2004 die Ausfuhren leicht zurück. Produkte «Made in Germany» gelten in China nicht mehr automatisch als Gütesiegel. Eine «völlig unausgereifte Technik» habe man seinem Land mit dem Transrapid in Schanghai angedreht, wetterte Chinas Regierungschef Wen Jiabao im vergangenen Jahr bei seinem Deutschland- Besuch. Beim geplanten Nachfolge-Projekt wollen die Chinesen 80 Prozent selbst in die Hand nehmen. Solche Kröten beim Überlassen von modernster Technik müssen auch andere deutsche Firmen schlucken, um überhaupt noch zum Zuge kommen.

Trotz solcher ernüchternden Perspektive will Schröder diesmal keine besonderen politischen Gastgeschenke mitbringen. Mit seiner Position, das EU-Waffenembargo müsse bald fallen, will er auch diesmal nicht hinter dem Berg halten, selbst wenn dies zu Hause wieder Kritik auslöst. Das Problem, das die Chinesen als «großen Stein im Schuh» für noch engere Beziehungen bezeichnen, werde sich in absehbarer Zeit ohnehin lösen, ist man in Berlin gewiss. Unverkrampfter als früher will der Kanzler zumindest intern diesmal das Thema Menschenrechte ansprechen. Das soll aber nicht so weit gehen, dass «wir als Missionare auftreten», dämpfen Kanzler-Berater zu hohe Erwartungen.

Angesichts der geballten China-Auftragskracher wirkt Schröders anschließendes Japan-Programm eher wie eine Pflichtübung. In Tokio hat man frustriert zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Kanzlermaschine meist nicht über Peking hinaus in Richtung Osten hinausfand. Bis auf zwei Stippvisiten - zum WM-Fußball-Finale und zum G-8-Gipfel in Okinawa - hat Schröder bislang offiziell nur einmal in Japan Halt gemacht. Viele Japaner haben den Eindruck, dass ihr Land für Deutschland nur noch in der zweiten Liga spielt. Eher zweifelhaft ist, ob sich an dieser wachsenden gegenseitigen Sprachlosigkeit mit der Kanzler-Visite etwas ändern wird.

Von Joachim Schucht/DPA

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?