Kritik von McCain Obama trifft "kriecherische Deutsche"


Nach der Rückkehr von seiner Europa- und Nahostreise ist der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama in den USA von scharfer Kritik aus dem gegnerischen Lager empfangen worden. Konkurrent John McCain griff dabei auch die Deutschen ganz pauschal an.

Nach der Rückkehr von seiner Europa- und Nahostreise ist der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama in den USA von scharfer Kritik aus dem gegnerischen Lager empfangen worden. Statt bei seinem Deutschlandbesuch verwundete US- Soldaten zu besuchen, habe sich der schwarze Senator "an seine Planung gehalten und internationale Spitzenpolitiker und kriecherische Deutsche getroffen", sagte Tucker Bounds, Sprecher des republikanischen Bewerbers John McCain, am Samstag (Ortszeit) dem US- Magazin "The Nation". Die abgesagte Visite im amerikanischen Militärkrankenhaus Landstuhl und auf dem US-Militärflugplatz Ramstein seien Zeichen für Obamas mangelnde Erfahrung und Urteilsvermögen.

Der Senator aus Illinois hatte in der vergangenen Woche neben Deutschland auch den Irak, Afghanistan, Israel, Jordanien, Frankreich und Großbritannien besucht. In Berlin sprach er vor mehr als 200.000 Menschen. US-Medien werteten die Reise als Erfolg.

Anders als dort stellte sich Obama in London allein den Fragen der Presse. In Regierungskreisen wurde dies damit begründet, dass es keine Bevorzugung des Kandidaten der Demokratischen Partei gegenüber McCain geben sollte. Dieser hatte Brown im März besucht und war danach ebenfalls allein vor die Presse gegangen.

Abweichend vom Protokoll unternahmen Brown und Obama zur Überraschung vieler Touristen und Londoner Bürger einen Spaziergang außerhalb der abgesperrten Downing Street. Schaulustige, die allerdings von Sicherheitskräften auf Abstand gehalten wurden, konnten die beiden Politiker auf dem Paradeplatz der Königlichen Garde-Kavallerie fotografieren.

Vor der Begegnung in der Downing Street traf sich der Senator in seinem Londoner Hotel mit dem Sonderbeauftragten des Nahost- Quartetts, Browns Vorgänger Tony Blair. Dabei sei es auch um Blairs Einsatz für den Klimaschutz gegangen, teilte dessen Sprecher mit.

DPA DPA

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