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Libyen: Bush und Blair auf Schmusekurs mit Gaddafi

US-Präsident Bush hat in einem Brief Libyens Bemühungen um die Zerstörung seiner Massenvernichtungswaffen gelobt. Heute will Tony Blair mit dem umstrittenen Staatschef Gaddafi zusammentreffen.

Der Nahost-Gesandte der US-Regierung, William Burns, hat dem libyschen Staatschef Muammar el Gaddafi einen Brief von Präsident George W. Bush übergeben. In dem Brief würden die Bemühungen Libyens um die Zerstörung seiner Massenvernichtungswaffen gewürdigt, aber auch andere Themen angesprochen, berichtete am Mittwoch die libysche Nachrichtenagentur Jamahiriya. Burns, Unterstaatssekretär im Außenministerium, übergab den Brief am Dienstag. Es war der ranghöchste Besuch eines amerikanischen Regierungsvertreters in Libyen seit mehr als drei Jahrzehnten.

Blair unterstützt Libyens Bemühungen

Der britische Premierminister Tony Blair wird am Donnerstag zu Gesprächen mit Gaddafi in Libyen erwartet. Wie aus britischen Regierungskreisen verlautete, will Blair mit dem Besuch Libyens Rückkehr in die internationale Staatengemeinschaft unterstützen. Tripolis hat sich im Dezember zum Verzicht auf Massenvernichtungswaffen bereit erklärt.

London hat seine diplomatischen Beziehungen zu Libyen erst vor fünf Jahren wieder aufgenommen, nachdem die gegenseitigen Beziehungen 1988 mit dem Anschlag auf eine Pan-Am-Maschine über dem schottischen Lockerbie ihren Tiefpunkt erreicht hatten.

DPA / DPA