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Nach Polizeigewalt in Kiew Klitschko fordert EU-Sanktionen gegen Janukowitsch


Polizei und Demonstranten prallen in Kiew seit Wochen aufeinander. Bei den jüngsten Protesten griff die Staatsmacht erneut besonders hart durch. Klitschko fordert nun Konsequenzen für die Regierung.

Nach den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten in der Ukraine fordert Oppositionsführer Vitali Klitschko die EU zum Handeln auf. "Die EU und die internationale Gemeinschaft muss nach diesen Vorfällen endlich Sanktionen gegen die Regierung von (Präsident Viktor) Janukowitsch verhängen", schrieb der Boxweltmeister in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung.

Die Ukraine sei zu einem Polizeistaat geworden. "Es reicht nicht mehr, aus der Ferne die Gewalt und die mangelnde Rechtsstaatlichkeit zu verurteilen", schrieb Klitschko. Eine wirksame Maßnahme könne die Sperrung von Janukowitschs internationalen Bankkonten sein.

Am Wochenende war es in Kiew erneut zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Der Oppositionspolitiker Juri Luzenko wurde dabei schwer verletzt. Regierungsgegner fordern seit Wochen den Rücktritt der Regierung. Auslöser der Protestbewegung war die Entscheidung von Präsident Janukowitsch im November, ein lange geplantes Assoziierungsabkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen.

awö/AFP AFP

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