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Nach Protesten Rumäniens Regierung lenkt ein


Erfolg für das Volk: Die rumänische Regierung hat dem Druck der Bevölkerung nachgegeben und den beliebten Arzt Raed Arafat rehabilitiert. Die Affäre um den Mediziner hatte die tagelangen Proteste ausgelöst.

Nach tagelangen Protesten hat die rumänische Regierung am Dienstag einer Hauptforderung der Demonstranten nachgegeben. Ministerpräsident Emil Boc erklärte, dass der in Rumänien äußerst beliebte Arzt Raed Arafat erneut die Leitung des Notfall-Rettungsdienstes SMURD übernehmen werde.

Der Streit um Arafat und eine geplante Reform des Rettungsdienstes war emotionaler Auslöser der zum Teil gewaltsamen Proteste, bei denen die Rumänen eine breite Palette von Missständen im Land beklagten, darunter das Sparprogramm der Mitte-Rechts-Regierung.

Am Montag hatten nach Angaben des Innenministeriums vom Dienstag landesweit etwa 13 000 Menschen friedlich gegen die Regierung demonstriert. Um gewaltsame Ausschreitungen zu verhindern, hatte die Polizei intensiv die Demonstranten kontrolliert und dabei Messer, Schlagstöcke und andere gefährliche Gegenstände beschlagnahmt.

Der Arzt Arafat, Palästinenser mit rumänischem Pass, gilt in Rumänien als Volksheld. Er hat den Notfall-Rettungsdienst SMURD aufgebaut, der auch nach internationalen Maßstäben als vorbildlich gilt - anders als andere Bereiche des rumänischen Gesundheitswesens.

vim/DPA DPA

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