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Nahost: Abbas will nicht für Wiederwahl kandidieren

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas will sich im Januar nicht erneut zur Wahl stellen. Das bestätigte jetzt ein Vertrauter in Ramallah. Offenbar ist Abbas frustriert über die stockenden Friedensgespräche mit Israel.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will bei den anstehenden Wahlen nicht mehr für das Amt kandidieren. Dies sagte ein ranghoher Palästinenservertreter am Donnerstag in Ramallah. Abbas habe seine Entscheidung bereits der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) mitgeteilt.

Der Präsident sei frustriert, weil die Friedensgespräche mit Israel in einer Sackgasse steckten, hieß es am Donnerstag aus seinem Umfeld. Er wollte demnach im Lauf des Tages eine Erklärung abgeben.

Am Donnerstag hätten der israelische Präsident Schimon Peres, Verteidigungsminister Ehud Barak sowie der ägyptische Präsident Husni Mubarak und der jordanische König Abdullah versucht ihn umzustimmen, hieß es. Abbas hat schon früher damit gedroht, nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren.

Abbas hatte unlängst für den 24. Januar Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Westjordanland und im Gazastreifen angekündigt. Dies war von der radikalen Hamas scharf kritisiert worden. Die Hamas kontrolliert den Gazastreifen, die palästinensische Autonomiebehörde von Abbas das Westjordanland.

AFP/AP / AP