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Nahost-Konflikt: Friedensverhandlungen nicht wieder aufgenommen

Auch nach 16-monatiger Pause werden die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern vorerst nicht wieder aufgenommen. Nun werden aus dem Ausland viele Bemühungen unternommen, die Gespräche voranzutreiben.

Israel und die Palästinenser haben sich nicht darauf einigen können, ihre seit 16 Monaten unterbrochenen Friedensverhandlungen fortzusetzen. Ein letztes Treffen zwischen den Unterhändlern beider Seiten habe keinen Durchbruch erzielt, meldete der israelische Rundfunk am Donnerstag.

An diesem Donnerstag endet eine dreimonatige Frist, die das Nahost-Quartett aus USA, Russland, Vereinten Nationen und EU gesetzt hatte. Während der Vorgespräche sollten beide Seiten Vorschläge für den Verlauf von Grenzen sowie Sicherheitsregelungen machen. Es waren die ersten direkten Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern seit September 2010.

Bemühungen von außen

Der jordanische Außenminister Nasser Dschude sagte am Mittwochabend, es werde nun erst einmal eine einwöchige Pause geben. In dieser Zeit wolle man die Ergebnisse der Anfang Januar begonnenen Gespräche auswerten.

EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wollte am Donnerstag mit Abbas zusammentreffen. Sie rief am Mittwoch beide Seiten dazu auf, ihre Friedensgespräche wiederaufzunehmen. Nur so sei die beabsichtigte Zwei-Staaten-Lösung zu verwirklichen, fügte sie bei einem Besuch im Gazastreifen hinzu. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will sich kommende Woche bei einem Besuch in der Region um eine Annäherung beider Seiten bemühen, wie der israelische Rundfunk berichtete.

kgi/DPA / DPA
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