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Nahost-Konflikt: Syrien und Israel verhandelten heimlich

Eine israelische Zeitung berichtet von geheimen Friedensverhandlungen zwischen Israel und Syrien, die weit gediehen sein sollen. Der Vertrag sieht angeblich sogar die Rückgabe der Golanhöhen vor, die Israel seit 1967 besetzt.

Israelische und syrische Vertreter haben nach einem israelischen Zeitungsbericht in zweijährigen Geheimverhandlungen einen Friedensvertrag ausgehandelt. Die Vereinbarung sehe unter anderem einen schrittweisen Rückzug Israels von den 1967 eroberten Golanhöhen vor, berichtete die israelische Zeitung "Haaretz". Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert teilte jedoch mit, entsprechende Vereinbarungen mit Syrien seien "nicht bekannt". Die offiziellen Friedensverhandlungen beider Staaten waren vor sieben Jahren gescheitert.

Laut "Haaretz" war der ehemalige Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Alon Liel, bei allen Treffen anwesend, die zwischen September 2004 und Juli 2006 in Europa stattfanden. Liel sagte dem israelischen Rundfunk, es habe sich lediglich um "Kontakte" beider Seiten gehandelt. Der Bericht über eine Friedensvereinbarung sei übertrieben.

Die Zeitung berichtete, die Vereinbarung sehe neben einem stufenweisen Abzug Israels den Bau eines israelisch-syrischen Naturparks entlang des Sees Genezareth vor. Der Park solle einen großen Teil der Golanhöhen umfassen und auch für Israelis frei zugänglich sein. Beide Seiten der neuen Grenze sollten entmilitarisiert werden, hieß es.

DPA / DPA