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Nach Bannon-Abgang: Populist und Trump-Fan: Sebastian Gorka verlässt das Weiße Haus

Ein weiterer Vertreter des nationalistisch-populistischen Flügels hat den Beraterkreis von US-Präsident Trump verlassen. Sebastian Gorka stand wegen seiner Kontakte zu rechtsextremen Gruppen in der Kritik.

Populist Sebastian Gorka tritt aus Beraterstab von Donald Trump ab

"Sebastian Gorka ist nicht zurückgetreten", hieß es in einer Erklärung - ein Rausschmiss wurde allerdings nicht offiziell bestätigt

US-Präsident Donald Trump verliert einen weiteren umstrittenen Berater: Der 46 Jahre alte Sebastian Gorka arbeitet nicht mehr im Weißen Haus, wie die US-Regierung am Freitag (Ortszeit) in Washington mitteilte. Die Regierung widersprach damit Medienberichten, wonach Gorka aus eigener Entscheidung zurückgetreten sei. "Sebastian Gorka ist nicht zurückgetreten", hieß es in einer Erklärung. Nach Stephen Bannon hat damit ein weiterer Vertreter des nationalistisch-populistischen Flügels den Beraterkreis des US-Präsidenten verlassen. Gorka stand wegen seiner Kontakte zu rechtsextremen Gruppen in der Kritik. 

Sebastian Gorka verteidigte wortreich Trump-Politik

Gorka hatte sich im Weißen Haus vor allem mit Außenpolitik und Terrorabwehr beschäftigt. Der 46-Jährige trat häufig im Fernsehen auf und verteidigte wortreich die Politik Trumps. Er äußerte sich unter anderem zum Kampf gegen den Terrorismus, obwohl er laut Kritikern kaum Kompetenzen auf diesem Feld hatte. "Für mich ist klar, dass Kräfte, die nicht das Wahlkampf-Versprechen 'Make America Great Again' unterstützen, zur Zeit im Weißen Haus Auftrieb haben", heißt es in einem Schreiben Gorkas zum Verlassen seines Amtes, der mehreren US-Medien vorliegt.

Der gebürtige Brite hat ungarische Wurzeln und arbeitete 1998 für den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Gorka war zuletzt mit öffentlichen Äußerungen aufgefallen, die sich gegen Außenminister Rex Tillerson gerichtet hatten. Zuvor hatten bereits mehrere Vertreter aus Trumps innerstem Zirkel ihre Posten verloren, darunter neben Bannon auch Pressesprecher Sean Spicer, Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci und der Stabschef im Weißen Haus, Reince Priebus.

fs / DPA / AFP