Präsidentenwahl in Frankreich "Sarko" macht sich frei


Der Wahlkampf geht in die entscheidende Phase - und dafür braucht Nicolas Sarkozy, der Kandidat der Konservativen, freie Hand. Ende des Monats will er deshalb sein Amt als Innenminister niederlegen. Die jüngsten Umfragen dürften ihn erfreuen.

Der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy, der gerne auch als "Sarko" bezeichnet wird, will bis Ende des Monats wegen der bevorstehenden Wahl sein Amt als Innenminister niederlegen. Heute wolle er mit Präsident Jacques Chirac über den genauen Termin beraten, kündigte Sarkozy gestern Abend im französischen Fernsehen an. Sarkozy hatte den Schritt bereits vor einiger Zeit in Aussicht gestellt. Die erste Runde der Präsidentenwahl findet am 22. April statt, die zweite Runde zwei Wochen später.

Sarkozy in Umfragen vorne

Sarkozy konnte seinen Vorsprung zu seinen Rivalen in Umfragen ausbauen. Einer am Samstag veröffentlichten Erhebung von Ipos/Dell im Auftrag von SFR und Le Point zufolge käme der amtierende Innenminister im ersten Wahlgang Ende April auf 29,5 Prozent der Stimmen, das wären 0,5 Prozentpunkte mehr als zuvor.

Auch seine sozialistische Herausforderin Segolene Royal legte in der Gunst der Wähler zu: Sie käme demnach auf 24 Prozent, das entspreche einem Plus von einem Prozentpunkt. Der Zentrumskandidat Francois Bayrou, der zuletzt kräftig an Zustimmung gewonnen hatte, fiel dagegen zurück. Er käme der Umfrage zufolge auf 22 Prozent der Wählerstimmen, ein Prozentpunkt weniger als zuvor.

Reuters Reuters

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