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USA: Demokratische Präsidentschaftsbewerberin wirbt mit "Game of Thrones" – und blamiert sich

Die Präsidentschaftsbewerberin Marianne Williamson hat eine Spendenaktion mit der Zauberin Melisandre, einer Figur aus der TV-Serie "Game of Thrones", beworben – und erntet viel Spott. Offenbar kennt sie die Figur nicht richtig.

Marianne Williamson bei einem öffentlichen Auftritt

Marianne Williamson bei einem öffentlichen Auftritt

AFP

Die US-demokratische Präsidentschaftsbewerberin Marianne Williamson hat sich mit einer Fotomontage auf ihrem Instagram-Account gehörig blamiert. Die Autorin von spirituellen Bestellern wie "Die Rückkehr der Liebe" oder "Den Planeten heilen" bewarb damit eine Spendenaktion für ihre Wahl-Kampagne. Das Problem ist nur, dass sie sich als Zauberin Melisandre darstellte, eine Figur aus dem "Game of Thrones"-Universum. Melisandre ist zwar mächtig und verfolgt als Dienerin einer obskuren Religion (sie dient dem Herren des Lichts) ihre eigene Ziele, aber sie ist ebenso skrupellos und eine Kindsmörderin. Kurzum: Als Vorbild für eine US-Präsidentschaftsbewerberin eignet sie sich nicht unbedingt.

Marianne Williamson ist als Außenseiterin in den Wahlkampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur gestartet. Mittlerweile hat sich die Schriftstellerin aber mit ihren radikalen, linken Forderungen Gehör verschafft. Ihr Auftritt in der TV-Debatte der demokratischen Kandidaten vor wenigen Tagen wurde vielfach gelobt – trotz oder gerade wegen ihrer Forderungen. So will sie etwa einen weiteren Ausbau der gesetzlichen Gesundheitsversicherung Medicare, die von Präsident Barack Obama eingeführt worden war. Sie will zudem den Umweltschutz massiv ausbauen, Entschädigung an die Afroamerikaner für die Sklaverei zahlen und attackierte US-Präsident Trump wegen seiner Migrationspolitik heftig.

Einladung zum Spott

Die zweifelhafte Fotomontage ist selbstverständlich eine perfekte Vorlage für die Spötter in den sozialen Medien, die sich fragen, was für ein Selbstbild Williamson eigentlich pflegt. So schreibt ein Twitter-User ironisch: "Williamson 2020. Ich will Kinder verbrennen."

Ein anderer User fragt, ob jetzt der Zeitpunkt ihrer Kampagne gekommen sei, "ein Kind zu opfern".

Und dieser User ist verwundert über die Aussage, die Williamson mit der Fotomontage macht: "Sie sagt, sie sei eine Jahrhundert alte Priesterin eines Feuergottes, der Kindsopfer verlangt? Danach sieht es aus..."

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Dieser Nutzer liefert Aufnahmen, wie eine Wahlkampfveranstaltung Williamsons aussehen könnte. 

Allerdings scheint Williamson die Kritik nicht zu stören. Das Bild steht weiter auf ihrem Instagram-Account. Denn es gibt nicht nur Kritiker, tausende Anhänger lobten sie für den Einfall. 21.000 Mal wurde Williamson als rote Zauberin gelikt. Eine Unterstützerin schrieb: "Ich werde Dich allein schon wegen des Bildes wählen."

Quellen: "watson", "Politico"

tis