Rückschlag für Merck Entwicklung von Krebsmedikament ausgesetzt


Der Spezialchemie- und Pharmakonzern Merck hat bei der Entwicklung eines wichtigen Krebsmedikaments einen Rückschlag erlitten.

Der Spezialchemie- und Pharmakonzern Merck hat bei der Entwicklung eines wichtigen Krebsmedikaments einen Rückschlag erlitten. Da ein Patient in einer Studie mit dem Mittel Stimuvax an einer Gehirnentzündung erkrankt ist, setzt Merck weltweit sämtliche Studien mit dem Wirkstoff aus, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit der US-Gesundheitsbehörde FDA erfolgt.

Zu dem Nebenwirkungsfall kam es den Angaben zufolge bei einem Patient, der an einer explorativen klinischen Studie der Phase II mit dem therapeutischen Krebsimpfstoff bei Patienten mit Multiplem Myelom, einer Form des Knochenmarkkrebses, teilnahm. Von der Aussetzung sind jedoch auch drei Phase-III-Studien betroffen.

Arzneimittelkandidaten müssen vor einem Zulassungsantrag drei klinische Phasen durchlaufen. Ein Sprecher erklärte, es gebe noch keinen Zeitplan für die weitere Vorgehensweise und eine eventuelle Wiederaufnahme der Studie.

An der Börse fielen Merck-Aktien vorbörslich um 2,6 Prozent. "Das ist ein weiterer Rückschlag für Merck", sagte ein Händler. In den vergangenen Monaten hatte sich bereits die europäische Arzneimittelbehörde EMEA gegen eine Zulassung des Mittels Erbitux zur Behandlung von Lungenkrebs ausgesprochen. In den USA wurde der Zulassungsantrag für die Tablette Cladribin zur Therapie von Multipler Sklerose nicht akzeptiert.

Reuters Reuters

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