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Schottland-Referendum Beckham bittet Schotten um ein "Nein"


Die Queen würde den Schotten gern sagen: "Bleibt doch." Sie darf aber nicht politisch werden. Dafür appellieren andere Prominente an die Schotten. Sean Connery hingegen unterstützt den Freiheitsdrang.

Sean Connery ist ein Ja-Sager - jedenfalls wenn es um die Frage geht, ob sein Heimatland Schottland sich aus dem Vereinigten Königreich lösen soll. Viele berühmte Schotten und Engländer haben sich in den vergangenen Wochen in die Debatte eingemischt - einig sind sie sich nicht.

Der Oscar-Preisträger Sean Connery ist wohl der prominenteste Unterstützer der Nationalbewegung. Er sei überzeugt, dass die Gelegenheit für die Unabhängigkeit zu gut ist, um sie zu verpassen, sagte der Schauspieler kürzlich. Der schottische Schauspieler Brian Cox ("Braveheart") spricht sich ebenfalls für die Unabhängigkeit aus. Seine Botschaft an seine Landsleute: "Besiegt eure Angst und tut es. Unser Land braucht uns, und wir brauchen unser Land". Der "The Good Wife"-Darsteller aus Aberfeldy Alan Cumming sagt: "Ich glaube, dass Unabhängigkeit das Beste für Schottland ist." Es sei für ihn der Inbegriff für Hoffnung, Optimismus und eine positive Einstellung.

David Beckham will die Union behalten

Die Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling wirbt hingegen für den Erhalt der Union mit England, Wales und Nordirland. Sie hat eine Million Pfund an die "No"-Kampagne gespendet. Rowling ist in England geboren, lebt aber seit vielen Jahren in Schottland. Nein zur Trennung sagt auch der Ex-Beatle Paul McCartney. Gemeinsam mit vielen anderen Prominenten hat er einen offenen Brief unterzeichnet, der die Schotten zum Bleiben überreden soll. Mit dabei: Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger, 71, Oscar-Preisträgerin Judi Dench, 79, Sänger Cliff Richard, 73 und Physiker Stephen Hawking, 72.

Auch David Beckham spricht sich laut der britischen Zeitung "The Telegraph" für die Union aus. In der Petition "Let's Stay Together" wendet er sich mit den folgenden Worten an die Schotten: "Meine aufrichtige Hoffnung ist es, dass Sie sich dafür entscheiden unser historisches Bündnis zu erneuern, das im Laufe der letzten Jahrhunderte so erfolgreich war und den Neid der ganzen Welt auf sich zog. Unsere Gemeinsamkeiten sind viel größer als unsere Unterschiede. Lasst uns zusammen bleiben."

Queen hofft auf überlegte Entscheidung

Queen Elizabeth II. äußerte sich hingegen etwas zurückhaltender. Sie hat die Schotten zu einer bedachten Entscheidung aufgerufen. "Ich hoffe, das Volk wird sehr sorgsam über die Zukunft nachdenken", sagte das britische Staatsoberhaupt, das sich gegenwärtig wie jedes Jahr zum Sommerurlaub auf Schloss Balmoral in Schottland aufhält, am Rande eines Gottesdienstes zu einem Passanten. Eine klare Position zu politischen Angelegenheiten darf die Queen nicht beziehen.

Um die Unabhängigkeit ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen entbrannt; die Meinungsforscher sehen keinen klaren Favoriten. Sollten sich die Schotten am Donnerstag für die Unabhängigkeit entscheiden, bliebe die Queen wohl dennoch Staatsoberhaupt eines eigenständigen Schottlands. Die Befürworter der Eigenständigkeit hatten dies von Beginn der Kampagne an deutlich gemacht.

ivi/DPA DPA

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